Die Jeans im Frankenberger Land

Robust, trendig und fürs Büro

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Bianca Garthe verkauft Jeans bei der Jeansbotschaft Leber in Frankenberg. Vor allem die Hosen von Levi Strauss gehören auch nach 140 Jahren noch zu den beliebtesten Kleidungsstücken bei den Männern.Fotos: Patricia Kutsch

Frankenberg - Aus deutschen Kleiderschränken ist die Jeans nicht mehr wegzudenken. Die Goldgräberhose hat längst Einzug in den Büroalltag gehalten. Egal ob schick, bunt oder ausgewaschen: Die Jeans gibt es in zahlreichen Farben und Schnitten - und sie hält sich seit mehr als 140 Jahren in den Schränken. Die Frankenberger greifen oft zu dem Klassiker unter den Hosen.

„Welches Kleidungsstück tragen wir so oft wie die Jeans?“, fragt Carsten Leber. In seinem Bekleidungshaus „Leber - die Jeansbotschaft“ reiht sich dieser Klassiker unter den Kleidungsstücken zu Hunderten an den Wänden entlang. Für Hans Heinrich Heinze vom Frankenberger Modehaus Heinze ist klar: „Die Blue Jeans ist seit Jahren die Nummer eins. Kein Rock, kein Kleid, keine schwarze Hose tut der Beliebtheit Abbruch.“ Auch in seinem Geschäft finden sich zahlreiche Jeans - sie tauchen immer wieder zwischen edlen Stoffen, bunten Jacken und fetzigen Shirts auf.

Die Jeans kommt nie aus der Mode, denn sie ist vielfältig, zeigt sich immer wieder in neuen Farben, Formen und Waschungen. „Es gibt für jeden Geschmack und jede Figur das Passende“, ist sich Leber sicher.

Die Auswahl an verschiedenen Modellen ist mittlerweile riesig. Die klassische Jeans hält sich aber hartnäckig in der Reihe der meistverkauften Kleidungsstücke. „In dieser Saison wird wieder jeder Look, der auf ‚Blue Denim‘ aufgebaut wird, zum Trend“, sagt Heinze. Egal ob für Mann, Frau oder Kind: Je heller die Hose, desto besser - heißt es in diesem Sommer.

Zerrissene Jeans liegen ebenfalls im Trend. „Aber die klassische Blue Jeans wird immer die Nummer eins bleiben“, glaubt Heinze. Was gerade „In“ ist, wechsele regelmäßig, vor allem die Beinführung: Während Frauen im Winter Jeans mit engen Beinen bevorzugen, um Stiefel darüber ziehen zu können, werden die Beine zum Frühjahr hin gerade. „Manch einer sucht sogar wieder Hosen mit ausgestellten Beinen“, sagt Heinze. „Es gibt eben nie nur eine Richtung, in die sich die Jeans entwickelt“, erklärt Leber. „Diese Vielseitigkeit macht die Hose so beliebt. Der Kunde kann sich in viele Richtungen austoben.“

Auch wenn es mittlerweile eine riesige Auswahl an Jeans gibt - die klassische „Levi‘s 501“ gibt es immer noch zu kaufen. Bei Heinze gibt es sie für die Herren, Leber hat sie seit 1958 im Sortiment. „Es gibt keinen Hype mehr um die Hose. Aber es gibt keine andere Jeans, die schon so lange auf dem Markt ist. Sie ist einfach robust“, sagt Carsten Leber.

Vor allem robust und leicht zu reinigen sollten die Denim-Hosen sein, die Levi Strauss vor mehr als 130 Jahren in Amerika erfand. Sie waren klassische Arbeitshosen für Cowboys und Goldsucher. Heute kann sie jeder fast überall tragen: In der Werkstatt, bei der Motorradfahrt oder zu Hemd und Jackett kombiniert, in feinen Stoffen und dezenten Waschungen im Büro.

Egal ob mit Rissen, Nieten, in weiß, hellblau oder schwarz: Robust und leicht zu reinigen ist die Jeans noch heute. „Nichts anderes können wir so oft waschen und wieder anziehen“, findet Leber. Schmutzige Hände an der Jeans abreiben sei kein Problem. Und durch den hohen Baumwollanteil ist diese Hose ein Naturprodukt, das gut trocknet und sich bequem tragen lässt. „Sie hat sich gemausert - von der Arbeitshose zum ‚Must-have‘“, sagt Carsten Leber.

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