Birkenbringhausen/Roda

Roda bleibt Hessens beste Jugendwehr

- Weimar (mwi). Bei den deutschen Meisterschaften am Wochenende in Weimar wurden die neun Jungen und Mädchen der Feuerwehr Roda Hessenbeste.

Zahlreiche Fans und Familienmitglieder der Jugendlichen hatten bereits drei erlebnisreiche Tage in Weimar verbracht und die Stadt der Dichter dabei etwas kennengelernt. Beim großen Wettbewerb am gestrigen Sonntag feuerten sie ihr Team kräftig an. Mit Tröten, Klatschen, Fanfaren und Jubelschreien sorgten sie für echte Stadionstimmung. Die Bundesmeisterschaften der rund 18 000 Jugendfeuerwehren in Deutschland werden im zweijährlichen Rhythmus ausgetragen. Am Wochenende in Weimar zeigten die Jugendlichen der 30 Gruppen, warum sie zur Meisterschaft eingeladen waren. „Ihr seid die Besten der Besten“, betonte Bundeswettbewerbsleiter Hermann Schreck während der Siegerehrung. Gleich 21 Gruppen überschritten die Vorgabe von 1400 Punkten und an den vorderen Plätzen ging es eng zu. Da entschied die Knotenzeit oder das Quäntchen Glück beim Wickeln eines Schlauchs. Für die hessischen Mannschaften aus Hünfelden-Kirberg (Platz 15) und Roda lief im A-Teil, einem angedeuteten Löschangriff mit Hindernissen, alles glatt. Jugendwart Peter Werner ballte die Faust, als er die Knotenzeit von acht Sekunden vom Wertungsrichterteam genannt bekam. Doch im Staffellauf mit Stationsaufgaben, dem sogenannten B-Teil, verloren beide Mannschaften wertvolle Sekunden. Mit 1411 Punkten reichte es bei Roda letztlich zum zwölften Platz. Sieger wurde die Mannschaft aus Möllenbeck in Niedersachsen mit 1440 Punkten. „Es zeigt aber auch, welches hohe Niveau bei den Meisterschaften herrscht“, betonte Kreisjugendwart Markus Potthof. Er gratulierte besonders den Rodaer Jugendlichen zu ihren Leistungen. „Ihr seid immerhin Deutschlands zwölftbeste Jugendfeuerwehr“, ergänzte er. Auch Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel, gehörten zu den Gratulanten. Mit dem Wochenende in Weimar ging für die Jungen und Mädchen aus dem Rosenthaler Stadtteil ein wahrer Wettbewerbsmarathon zu Ende. Qualifiziert hatten sie sich bereits im letzten Jahr mit dem Hessenmeistertitel in Rothenburg. In den letzten drei Wochen starteten sie zusätzlich beim Kreisentscheid in Burgwald, bei dem sie Kreismeister wurden, und beim Landesentscheid in Lorsch, bei dem es zu einem sehr guten dritten Platz reichte. „Wir brauchen jetzt erst mal eine Auszeit“, sagte Jugendwart Peter Werner leicht erschöpft. Zusätzlich zum Bundesentscheid wurde auch ein Creativ-Wettbewerb ausgerichtet. Hessen wurde hier von den Jungen und Mädchen aus Birkenbringhausen vertreten. Mit ihrem lustigen und musikreichen Stück „Rotkäppchen und der böse Ratz“ sorgten sie für gute Stimmung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Weimarhalle und belegten letztlich Platz neun der 22 angetretenen Gruppen. Weitere Informationen zum Wettbewerb sind im Internet unter www.jugendfeuerwehr.de zu finden.

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