Rodaer klagen über Farbrückstände im Trinkwasser

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Trinkwasser: In Roda und Rosenthal gab es in den zurückliegenden Wochen braun-gelbe Farbrückstände im Wasser. Foto: dpa

Rosenthal. In der Rosenthaler Kernstadt und im Stadtteil Roda ist es des Öfteren zu braun-gelblichen Farbrückständen im Trinkwasser gekommen.

Darauf wies Horst Balzer von der Bürgerliste Roda in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hin. „Da gab es von einigen Rodaer Bürgern Beschwerden“, sagte Balzer.

Nicole Kahler, ebenfalls von der Bürgerliste Roda, betonte, dass viele das Wasser daher nur noch abgekocht trinken würden.

Bürgermeister Hans Waßmuth (CDU) bestätigte die Verfärbungen im Wasser und berichtete, dass im Zuge der Erstellung der Gutachten für die Sanierung des Hochbehälters in Roda auch eine Stellungnahme des Gesundheitsamtes zur Wasserqualität vorgelegt worden sei. „Die Verfärbungen gefährden nicht die Gesundheit“, betonte der Rathaus-Chef. Das Wasser werde nicht mit etwaigen Zusatzmitteln behandelt. Die Braunfärbestoffe, die für die Rückstände in den Waschbecken oder Toiletten sorgen, sind laut Stellungnahme bereits im Rohwasser enthalten. „Um die Verfärbungen zu verhindern, wurden dann auch plausible Lösungsvorschläge gemacht, die bei der Sanierung des Hochbehälters auch umgesetzt werden soll“, sagte Waßmuth.

Im Klartext bedeutet das: Im Zuge der Erneuerung soll das Wasser im sanierten Hochbehälter mit einer neuen Dosierungsanlage behandelt werden, bei der ein Filter die Braunfärbestoffe auffangen soll. Darüber hinaus soll das Wasser zukünftig so behandelt werden, dass die freie aggressive Kohlensäure noch stärker aus dem Wasser gezogen wird.

Der Rathaus-Chef wurde in der Stadtverordnetenversammlung auch darauf hingewiesen, dass es in der Kernstadt Rosenthal zu Verfärbungen im Wasser gekommen sei.

„Das weiß ich aus eigener Erfahrung“, sagte Waßmuth. In seinem Waschbecken bildeten sich auch gelegentlich Rückstände. Diese seien aber ebenfalls nicht gesundheitsgefährdend und hingen, anders als es in Roda der Fall sei, mit höheren Kalkmengen im Wasser zusammen.

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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