Neuer Ortsvorsteher im größten Frankenberger Stadtteil – Feierlicher Abschied des bisherigen Dorfchefs

Röddenau: Röse folgt auf Rampe

Neuer Ortsbeirat: (vorne von links) Thomas Huhn, Ortsvorsteher Heinz-Willi Röse und Bernhard Holzapfel, (hinten) Sascha Wölk, Monika Finger und Werner Hirt.

Röddenau. Heinz-Willi Röse ist neuer Ortsvorsteher im knapp 1800 Einwohner zählenden Röddenau. Das Dorf ist der größte Stadtteil von Frankenberg.

Die Wahl von Heinz-Willi Röse während der konstituierenden Sitzung des neuen Ortsbeirates fiel einstimmig aus. Der 63-Jährige tritt die Nachfolge von Heinrich Rampe an, der dieses Amt 20 Jahre ausgeübt hatte. Bei der Kommunalwahl Ende März war Rampe nicht mehr angetreten. Im Anschluss an die Sitzung wurde Heinrich Rampe vor 100 Gästen feierlich verabschiedet, der Männergesangverein Röddenau und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr sorgten dabei für die musikalische Gestaltung.

Dank für Unterstützung

„Als ich heute morgen wach wurde, habe ich noch nicht daran geglaubt – jetzt ist es wahr geworden“, meinte Heinz-Willi Röse nach seiner Wahl zum Ortsvorsteher. Sein Dank galt den Röddenauer Bürgern für die Unterstützung. „Es ist eine gute Basis, auf der wir aufbauen können“, meinte Röse – auch mit Blick auf die weiteren Positionen im Ortsbeirat. Nicht nur sein Stellvertreter Jens Bornscheuer wurde einstimmig gewählt, auch die Wahl von Schriftführer Bernhard Holzapfel und dessen Stellvertreter Sascha Wölk erfolgte ohne Gegenstimmen.

Nach der schnell abgehandelten Sitzung würdigten Freunde und Weggefährten dann das langjährige ehrenamtliche Wirken des früheren Ortsvorstehers Heinrich Rampe. Sie übergaben Abschiedsgeschenke und überbrachten gute Wünsche für die Zukunft.

Als „kommunalpolitisches Urgestein“ bezeichnete Bürgermeister Christian Engelhardt den 73-jährigen. Heinrich Rampe war seit 1964 mit einer kurzen Unterbrechung kommunalpolitisch tätig und seit Mai 1991 Ortsvorsteher in Röddenau. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Bau der Südumgehung, die Dorferneuerung, die Flurbereinigung und das große Jubiläumsfest zum 1200-jährigen Bestehen von Röddenau.

Mitglied im Stadtparlament

Rampe war außerdem Fraktionsvorsitzender der CDU im Frankenberger Stadtparlament, von 1978 bis bis 2010 Ortslandwirt und als Nebenerwerbslandwirt auch langjähriger Vorsitzender des Viehversicherungsvereins.

„Rampe ist ein Paradebeispiel eines engagierten Menschen“, hob Engelhardt in seiner Laudatio hervor. Da Heinrich Rampe bereits Träger des Bundesverdienstkreuzes sei und auch sonst alle Auszeichnungen habe, schenkte der Bürgermeister ihm zum Abschied eine Silbermünze der Stadt Frankenberg.

Geschenke zum Ruhestand gab es auch von den Röddenauer Handwerkern und von Axel Friese vom Fachdienst Landwirtschaft, der eine Flasche „Arolser Grüner“ überreichte. „36 Jahre Ortslandwirt – das kann sich sehen lassen“, betonte Friese. Rampe sei immer ein kompetenter Ansprechpartner gewesen und habe die Gemarkung Röddenau gekannt, wie seine eigene Hosentasche.

Eine „Ruhestands-Bank“ überreichte Karl Cronau, der als Vertreter der Röddenauer Vereine sprach und eine „gesunde Un-Ruhezeit“ im Kreise der Familie wünschte.

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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