Röddenauer Grundschüler verarbeiteten ihre eigenen Äpfel

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Selbst gepresst: Die historische Saftpresse durften die Kinder beim Obstpresstag in Röddenau selbst bedienen. Josefine Gaiger dreht kräftig, um Apfelsaft zu erzeugen.

Röddenau. Die eigenen Äpfel zu Saft verarbeiten: Das konnten die Kinder der Röddenauer Grundschule beim Obstpresstag des Heimat- und Kulturvereins Röddenau an der Grillhütte im Scheidweg.

Den Tag gibt es bereits seit fünf Jahren. Heinz-Willi Röse, der Vorsitzende des Vereins, versprach den Kindern, dass sie ihren eigenen Apfel im Saft wiederfinden würden. Ihr Name schwimme in dem Getränk. Auch wenn das nicht geklappt hat -– gefallen hat es den jungen Apfelpressern trotzdem.

Jedes der Kinder sollte eigenes Obst mitbringen. Kevin Küster hatte gleich 16 Äpfel dabei. „Von meiner Omi aus Halle“, berichtet er stolz. Die habe einen Garten mit allen Früchten der Welt. Sie habe noch mehr Äpfel, erzählt der Junge weiter. Einen besonders großen Apfel hat Viktoria Huber dabei. Der wird von ihren Mitschülern bestaunt. Wissen über Äpfel bringen die Kinder schon mit, da sie das Thema bereits in der Schule besprochen haben. Laura Grimm weiß zum Beispiel, wie ein Wurm in den Apfel kommt.

Um den Saft herzustellen, wird das Obst zunächst in einer Wanne gewaschen. Im Anschluss müssen die Äpfel gehäckselt und gepresst werden. Der Häcksler sei für die Zubereitung von Lebensmitteln geeignet, sagt Röse. Die historische Presse hat Peter Schoenewolf, der für die Grillhütte zuständig ist, vor fünf Jahren selbst restauriert. Für das Bedienen der Obstpresse wird allerdings viel Muskelkraft gebraucht. Das kann auch Kevin Küster bestätigen. Immer schwerer werde es, je näher man dem Boden komme.

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Quelle: HNA

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