Friedhof Rengershausen: Neue Leichenaufbewahrungshalle kostet 65 000 Euro

Der Rohbau steht schon

Richtfest: (von links) Zimmermann Harald Ludwig mit Sohn, Ortsvorsteher Björn Jäger, Bürgermeister Christian Engelhardt, Bauamtsleiter Karsten Dittmar und Gerhard Helminiak (Stadtverwaltung) stießen beim Richtfest auf den Bau der Halle auf dem Rengershäuser Friedhof an. Foto:  Linda Hartmann

Rengershausen. Der Rohbau steht, gestern wurde Richtfest gefeiert: Rengershausen bekommt auf dem Friedhof eine eigene Leichenaufbewahrungshalle. Damit wird nun ein großer Wunsch der 400 Einwohner im Frankenberger Stadtteil erfüllt.

Der Rohbau ist bisher zwar nur mit einer Holzkonstruktion für das Dach versehen, das massive eingeschossige Bauwerk wird aber noch ein Walmdach erhalten und mit Naturschiefer eingedeckt werden. Außen wird das Mauerwerk mit rotbraunen Klinkersteinen verkleidet.

Die Finanzierung für das 65 000 Euro teure Bauwer steht: 40 000 Euro kommen aus dem Konjunkturpaket des Bundes. Weitere 25 000 Euro stammen aus einem Sondervermögen des Ortes, das der Ort zum Jubiläum der Gebietsreform vor mehreren Jahren erhalten und gespart hatte.

Der Frankenberger Stadtteil verfügte bis jetzt über keine Einrichtung für die Leichenaufbewahrung. Dafür wurde bisher ein Raum des Gemeindehauses nahe der Kirche genutzt. Die Trauerfeiern fanden daher immer in der Kirche, die Aussegnungen im Gemeindehaus statt. Durch den Ort ging es dann zum Friedhof – für viele Trauergäste ein langer und schwieriger Weg.

„Neben dem gefährlichen Verkehr an der Hauptstraße, fühlten sich die Trauernden oft zur Schau gestellt, für viele Ältere war der lange Weg ebenfalls nicht zu schaffen“, sagte Ortsvorsteher Jäger. „Die Vereinbarung mit der Kirche, beim Bau eines neuen Friedhofs auch für eine Kapelle zu sorgen, ist nun ebenfalls erfüllt.“

Der neue Friedhof wurde bereits 1996 fertiggestellt, jetzt wird mit der Kapelle nachgezogen.

Nach Fertigstellung Leichenaufbewahrungshalle im August wird der Gottesdienst zukünftig ohne Leichnam stattfinden. Die Beisetzung erfolgt dann auf dem Friedhof. Durch die Leichenaufbewahrungshalle haben Angehörige die Möglichkeit, in angemessenem Rahmen Abschied zu nehmen.

Von Linda Hartmann

Quelle: HNA

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