25 Jahre forensisch-psychiatrischen Ambulanz

Roland Freese tanzt den "Kriminal-Tango"

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Uwe Dönisch-Seidel, Roland Freese, Susanne Nöcker, Vitos-Geschäftsführer Reinhard Belling, Aufsichtsrat Heiko Budde (hinten, von links), Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus, Lutz Klein, Andreas Jürgens und Walter Lübcke (vorne, von links) bei der Feierstunde im Ständehaus.Foto:Hilbert

Haina/Kassel - Auf eine erfolgreiche Bilanz blicken die Mitarbeiter der forensisch-psychiatrischen Ambulanz in Hessen. Seit 25 Jahren übernimmt die Ambulanz mit Hauptsitz in Haina die forensische Nachsorge.

Auf den ersten Blick wirkt das ehemalige Klostergelände wie ein kleines idyllisches Dorf. Einige Häuser aber haben Gitter vor den Fenstern und die Gärten werden von Zäunen umschlossen. Dort ist die Forensik angesiedelt, die sich der Therapie psychisch kranker Straftäter widmet.

Vor nunmehr 25 Jahren wurde die forensisch-psychiatrische Ambulanz Hessen (FPA) mit Hauptsitz in Haina aus der Taufe gehoben. Grund genug, diesen runden Geburtstag mit einem Festakt im Kasseler Ständehaus zu begehen.

„Es geht nicht so sehr darum, die Patienten zu heilen, sondern Möglichkeiten in die Hand zu geben, problematische Reaktionsweisen noch besser kontrollieren zu können“, machte Roland Freese, Ärztlicher Direktor der FPA, in seiner Ansprache deutlich. Noch einmal ließ er die Historie der Einrichtung von ihrer Gründung 1988 bis in die Gegenwart Revue passieren, die heute über sieben Niederlassungen an fünf Orten verfügt. Daher kam auch Freese zu dem Schluss: „Wir versorgen ganz Hessen“.

Die Zahlen sprechen für eine bahnbrechende Erfolgsbilanz, denn die Rückfallquote bei den Patienten, die Roland Freese und seine Mitarbeiter unter ihren Fittichen hatten, beträgt nur 4,2 Prozent. „Das ist sehr wenig, wenn man sich Vergleichszahlen aus dem Strafvollzug ansieht“, betonte Freese.

Dr. Andreas Jürgens, Erster Beigeordneter des gastgebenden Landeswohlfahrtsverbandes, ergänzte: „Das sind Zahlen, von denen sich alle Justizvollzugsanstalten eine Scheibe abschneiden könnten. Ich glaube wir haben mit Vitos eine Erfolgsgeschichte geschrieben“.

von Dr. Sven Hilbert

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