Stadt will Fußgängerzone sanieren – Anliegerversammlung am 5. November

Stadt will Fußgängerzone sanieren: Im Mai rollen die Bagger

Sie wollen die Sanierung der Frankenberger Fußgängerzone voranbringen: (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß sowie Birgit Faupel und André Kreisz vom Kaufmännischen Verein. Archivfoto:  mjx

Frankenberg. Die Aufbruchstimmung in Frankenberg geht weiter. Nach dem erfolgreichen Umbau der Bahnhofstraße besteht nun der Wunsch, die Fußgängerzone mitsamt der anschließenden Ritterstraße zu verändern und attraktiver zu gestalten.

Die entsprechenden Signale sind gesetzt: Die Eigentümer haben sich bereits vor Wochen zu 100 Prozent für eine Neugestaltung der inzwischen 40 Jahre alten Frankenberger Flaniermeile ausgesprochen, das Stadtparlament steht hinter dem Projekt. Die Zeitschiene steht: Schon ab Mai nächsten Jahres sollen die Bagger rollen.

Wichtige Botschaft

Diese richtungsweisende Botschaft brachten am Donnerstag Bürgermeister Rüdiger Heß sowie André Kreisz und Birgit Faupel vom Vorstand des Kaufmännischen Vereins in einer Pressekonferenz in die Öffentlichkeit. Der Hintergrund: Die Fußgängerzone ist in die Jahre gekommen, das Kopfsteinpflaster ist nicht fußgängerfreundlich, die älter werdende Kundschaft kann dort kaum noch laufen, für die Inhaber der Einzelhandelsläden gibt es im Winter immer wieder Probleme beim Räumen der Wege von Eis und Schnee.

„Am Ende des Tages muss alles bezahlt werden.“

Bürgermeister Rüdiger Heß

„Wir befinden uns in einem Prozess, die Stadt Stück für Stück attraktiver zu machen“, sagten Bürgermeister Rüdiger Heß und Kaufleute-Chef André Kreisz – auch wenn es dabei für Kaufleute und Kunden mitunter Einschränkungen geben werde. Geld für die Planungen hatte das Stadtparlament bereits zur Verfügung gestellt, inzwischen wurde unter drei Bewerbern auch das verantwortliche Architektenbüro ausgewählt.

Schon in den nächsten Wochen soll die Planungsgemeinschaft Landschaft und Freiraum aus Kassel, die auch schon das Frankenberger Bahnhofsgelände überplant, ihre ersten Entwürfe konkretisieren und in die Feinplanung gehen – unter anderem mit einem hochwertigen Pflaster mit Grünflächen und einer attraktiven Beleuchtung. Im Bereich der Eisdiele in der Fußgängerzone soll beispielsweise eine ebene Fläche ohne jegliche Treppenstufe entstehen, der Iller- und Mones-Platz soll laut Bürgermeister Heß eine besondere Aufenthaltsqualität mit Öffnung zur Eder erhalten. „Es wird allerdings auch alles eine Frage des Preises sein“, sagte Heß – „am Ende des Tages muss alles bezahlt werden.“

Bis zum 5. November sollen die konkreten Planungen und auch die Kosten bereits vorliegen. Heß: „Dann wollen wir die Pläne den Anliegern vorstellen.“ Anschließend müssten die Investitionen in den Haushaltsplan für 2014 eingestellt werden: „Am 19. Dezember wollen wir den Haushalt bereits verabschieden.“ Wenn der Haushaltsplan dann genehmigt sei, könne voraussichtlich im Mai mit dem Umbau begonnen werden. „Wir wollen den Kaufleuten die Fußgängerzone zum Weihnachtsgeschäft 2014 wieder übergeben“, sagte der Bürgermeister.

Dabei machte Rüdiger Heß darauf aufmerksam, dass die Bauarbeiten in kleinen Schritten über etwa 30 bis 50 Meter abgewickelt werden sollen: „Wir wollen eine möglichst geringe Belastung der Kaufleute in der Fußgängerzone haben“, hob der Bürgermeister hervor. (mjx)

Quelle: HNA

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