Rollen gut besetzt bei Vorstellung der Komödie Frankenberg „Der Räuber Hotzenplotz“

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Der Räuber Hotzenplotz: Bei der Aufführung in der Aula der Ortenbergschule hatten die Mitwirkenden und auch die Zuschauer großen Spaß. Foto: Moniac

Frankenberg. Zu den Schlausten gehören Kasperl und Seppel vielleicht nicht, aber liebenswert und in der Not erfinderisch sind sie allemal: Mit ihrer neuesten Produktion „Der Räuber Hotzenplotz“ nach dem bekannten Kinderbuch von Otfried Preußler hat die Komödie Frankenberg unter Leitung von Peter Höhl ein Stück gewählt, das bei Jung und Alt gute Laune und Zustimmung hervorrief.

Schon der Inhalt begeisterte die Premieren-Besucher in der Ortenbergschule: Kasperl schenkt seiner Großmutter zum Geburtstag eine Kaffeemühle, die außer dem Mahlen auch noch die Melodie von „Alles neu macht der Mai“ spielen kann. Dieses Objekt der Begierde beschafft sich der Räuber Hotzenplotz mit Gewalt, doch Kasperl und sein Freund Seppel arbeiten sofort eine List aus, um dem Bösewicht das Gerät wieder zu entwenden.

Auch Hotzenplotz hat nicht gerade das Schießpulver erfunden, doch er überwältigt die beiden Einfaltspinsel. Und jetzt kommt auch noch der große und böse Zauberer Petrosilius Zwackelmann zum Zuge... Kasperl und Seppel geraten in arge Bedrängnis, aber zum Glück gibt es auch die zunächst zwar verzauberte, im Grunde aber mächtige Fee Amaryllis, die der Geschichte die Wendung zum Guten verleiht.

Am Ende sind alle wieder glücklich und zufrieden – ausgenommen der böse Zauberer, der vor Ärger geplatzt ist, und der Räuber Hotzenplotz, den der Wachtmeister Dimpfelmoser ins Spritzenhaus gesperrt hat.

Große wie kleine Zuschauer folgten dem Spiel mit wachsendem Vergnügen. Das begann beim detailliert ausgeklügelten Bühnenbild (beeindruckend zum Beispiel die finstere Räuberhöhle oder auch die bis ins Kleinste ausgetüftelte Küche im Zauberschloss) und ging über viele witzige und überraschende Einfälle (etwa den Auswirkungen der Pfefferpistole, den Flammen bei der Herstellung des Schnupftabaks oder den Nebelschwaden beim Ver- und Herzaubern) bis zum gelungenen „Outfit“ der Darsteller, also den grauen Locken der Großmutter, Seppels knappen Knickerbockern, den Riesenlatschen des Räubers Hotzenplotz und den glitzernden Gewändern der Zauberwesen.

Zur tollen Leistung der Darsteller lässt sich im Grunde nur sagen, dass jedem einzelnen seine Rolle wie auf den Leib geschneidert war. Seien es die gewollt schrille Stimme der Großmutter, die sprechende Mimik Kasperls, die naiven Bemerkungen Seppels, der vor Wut weißglühende Zwackelmann, die durchdringenden Klagelaute der Unke oder die fette Lache des Räubers Hotzenplotz: Hut ab vor einem engagierten, unterhaltsamen Spiel in der Aula der Ortenbergschule, das nicht verkennen ließ, wie viel Spaß die Mitwirkenden selber hatten.

Quelle: HNA

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