Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft

Rosenthal ist auch im Regen schön und lebenswert

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Ideale Verhältnisse für einen Dorfbegang – wenn es sich bei Rosenthal auch um eine Stadt handelt – sehen sicher anders aus: Bei Regen ließ sich die Jury Natur, Kultur, Sozialeinrichtungen und Wirtschaft, hier das Twike vor dem Rathaus, zeigen.

Rosenthal - Kein Dorf, trotzdem Teil des Wettbewerbs "Unser Dorf": Am Mittwoch besuchte die Bewertungskomission Rosenthal und war trotz Regens durchaus angetan.

Ausgedehnte Spaziergänge im Regen sollen ja bekanntlich gesund sein und schön machen. Wenn es allerdings um die Schönheit eines Dorfes oder einer Stadt geht, ist zumindest der erste Eindruck bei Sonnenschein meist ein besserer. Von daher mag das überraschend schlechte Wetter gestern Morgen den Rosenthalern nicht unbedingt passend gewesen sein - denn die Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf“ war zu Gast.

Dass die Stadt, die wegen ihrer geringen Größe dennoch beim Dorfwettbewerb teilnimmt, trotz Regens ein Juwel ist, zeigten die Mitglieder aus Magistrat, Parlament und Verwaltung dem Gremium in einem zweistündigen Rundgang, der für die vielen Stationen beinahe zu kurz war. Immer wieder musste Kommissionsleiterin Sigrid Göbel vom Fachdienst Regionalentwicklung beim Landkreis Waldeck-Frankenberg die Gruppe antrieben - denn die blieb häufig stehen, um sich alles ganz genau erklären zu lassen. Mit dabei waren auch zwei Mitarbeiter des Main-Kinzig-Kreises, der für den Regionalentscheid des Wettbewerbs eine Region mit Waldeck-Frankenberg bildet - ein einmaliges Ensemble.

Den Beginn machte das historische Rathaus, dass die ersten bewundernden Blicke auf sich zog. Auf Alt traf unmittelbar vor dem Fachwerkbau Neu: Ein Twike von Martin Möscheid diente der Demonstration technischer Leistungsstärke der Rosenthaler Unternehmen. Ähnlich abwechslungsreich ging es weiter: Klangweltinstitut, Landhandel und Autohaus, die alte Schule die zum Kulturzentrum umfunktioniert wurde, Kindergarten und Schule, die ortsbildprägende Kirche.

Jeweils nur wenige Minuten Zeit hatten die Rosenthaler, die die Kommission begleiteten oder an ausgewählten Punkten auf sie warteten, um zu erklären was es zu erklären gibt: Sigmar Salzmann, Helmut Lapp, Kirchenvorstand, Gewerbetreibende, Vereinsmitglieder präsentierten die kleine Stadt im Herzen des Burgwalds als lebenswerten Kommune, die etwas zu bieten hat. „Wir stellen unsere Teilnahme unter das Motto ‚Keine Chance dem demografischen Wandel‘“, erklärte Bürgermeister Hans Waßmuth der Jury.

Er verwies auf die gute Anbindung der Stadt insbesondere in den Süden, auf die Versorgung mit Haus- und Zahnärzten, die Tankstelle, das Einkaufszentrum und viele weitere Dienstleistungen - Pluspunkte, die Rosenthal als Stadt Dörfern ähnlicher Größe gegenüber zu bieten hat.

Vieles quittierte die Jury mit anerkennenden Blicken - selbst wenn die eine oder andere kritische Frage kam. Das Ergebnis gibt es Ende des Monats.

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