Waldbegang der Stadtverordneten

Rosenthal investiert in Douglasien

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Die Rosenthaler Stadtverordneten haben sich beim Waldbegang gestern von den Förstern über die neuen Anpflanzungen von Douglasien auf dem „Spichernkopf“ informieren lassen.Foto: Patricia Kutsch

Rosenthal - Die "ganz fetten Jahre" in der Waldbewirtschaftung sind vorbei: Förster und Politiker rechnen mit einem Überschuss von rund 70000 Euro für die Rosenthaler Stadtkasse. Bei einem Waldbegang berichteten die Förster gestern von Investitionen in die Zukunft des Waldes.

Insgesamt 1000 Douglasien haben die Waldarbeiter in diesem und dem vergangenen Jahr in Rosenthaler Stadtwald angepflanzt. Beim Waldbegang schauten die Rosenthaler Kommunalpolitiker sich eine frisch aufgepflanzte Fläche genauer an. In der Abteilung 33 – auf dem „Spichernkopf“ – haben die Revierförster Axel Viering und Florian Keil 350 Douglasien angepflanzt und mit einem Verbissschutz versehen.

„Es ist nur in unserem Sinn, wenn wir dieses Jahr wieder pflanzen“, sagte Bürgermeister Hans Waßmuth. Seit mehr als zehn Jahren sind es die ersten Anpflanzungen in der Abteilung 33. Auf einer großen Freiflächestehen die geschützten Bäume, dazwischen wachsen Fichten und Lärchen auf natürliche Art. „Wir forsten punktuelle Flächen mit Douglasien auf“, erklärte Arno Süssmann vom Forstamt Wolkersdorf. Douglasien kommen auf natürliche Art nicht im Burgwald vor. Durch die Aufforsten versprechen die Förster sich einen „Gemischtwarenladen“ verschiedener Baumarten auf einer Fläche. Die ersten Samen verlieren die neuen Bäume laut Viering in 40 bis 50 Jahren, geerntet werden können sie in rund 80 Jahren.

Der neue kommissarische Revierleiter Florian Keil erklärte, dass die Douglasien in ihrem Schutz etwa vier Jahre schmal und schnell nach oben wachsen. „Der Verbissschutz funktioniert wie ein Mini-Gewächshaus“. Wenn er dann entfernt werde, sei der Baum groß genug und müsse nicht mehr vor Wild geschützt werden. Insgesamt rund 1000 Euro habe der Schutz für die 350 Bäume gekostet. Auf Nachfrage der Politiker erklärte Keil, dass ein Gatter als Schutz vor Verbiss rund 800 Euro teurer geworden wäre. „Und wenn das Gatter ein Loch hat und nur ein Tier auf der Fläche ist, dann ist der Schaden hoch“, ergänzte Süssmann.

Die Douglasie bringt laut den Förstern auf dem Holzmarkt den gleichen Preis wie Fichtenholz. Der liegt derzeit bei rund 95 Euro pro Festmeter. „Die Douglasie wächst aber schneller“, betonte Viering.

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