Rosenthal

Rosenthaler Ehrenmal erneuert

- Rosenthal (sie). Das Ehrenmal an der Sport- und Kulturhalle wird saniert: Am Grundsockel aus Beton hat der Zahn der Zahn genagt. Mit Spezialmörtel wurden die Steine befestigt, um dem Denkmal wieder Halt zu geben.

Zunächst wurden Algen, Moose und Flechten entfernt, schadhafte Stellen im Schilfsandstein wurden ausgebessert und ersetzt. Das Denkmal besteht aus Schilfsandstein aus Neustadt in Bayern. Die Arbeiter der Gemündener Firma Bornscheuer haben die Oberfläche gereinigt und mit einer schützenden Imprägnierung gestrichen. In den zurückliegenden Jahren waren Schäden nur ausgebessert worden, jetzt war eine grundhafte Restaurierung notwendig. Im Haushalt der Stadt waren 6000 Euro eingestellt, so teuer soll es aber nicht werden. Die Arbeiten sind rechtzeitig zum Heimatfest beendet, das die Rosenthaler vom 10. bis 13. Juli feiern. Dann soll wie in jedem Jahr ein Kranz zum Gedenken der Verstorbenen niedergelegt werden. Den Beschluss, ein Ehrenmal zu errichten, fällten die damaligen Stadtväter im Jahr 1920. Als Standort wurde ein Platz „Am Fischewosse“ nahe dem damals neu erbauten Gemeindehaus ausgewählt. Durch das Ehrenmal wollte man die Namen der gefallenen Helden aus dem Ersten Weltkrieg erhalten und der vielen Kriegerwitwen und Waisen sowie der Kriegsopfer gedenken. Zahlreiche Spenden aus der Gemeinde und von nach Amerika ausgewanderten Rosenthalern sowie ein Zuschuss der Stadt ermöglichten den Bau. Insgesamt kamen 37 000 Reichsmark zusammen. Am 20. Oktober 1921 wurde der Grundstein gelegt. Am Sonntag, 30. April 1922, weihte Pfarrer Köhler unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, der Vereine und der Schule das Denkmal feierlich ein. Entworfen hatte es Architekt Daubert aus Marburg. Auf dem neuen Betonsockel und dem mächtigen Sandsteinsockel ruht ein zu Tode getroffener Löwe mit einer abgebrochenen Dolchklinge im Rücken. Solch ein steinerner Löwe kennzeichnet im Wald von Verdun in Frankreich die Stelle, zu der deutsche Soldaten während der Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg vorgedrungen waren.

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