Rosenthaler feiern Auftakt zur 675-Jahr-Feier mit Konzert des Heeresmusikkorps

Mit Trompete: Die Egerländerbesetzung des Heeresmusikkorps aus Kassel gab zum Start der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 675. Geburtstag Rosenthals wunderbare Töne zum Besten. Fotos: Moniac

Rosenthal. Schwungvoller hätte er nicht sein können, der Auftakt zur 675-Jahr-Feier der Stadt Rosenthal.

Rund 300 Besucher in der Kulturhalle genossen ein bravouröses Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Kassel in Egerländerbesetzung, in dem auch mehrere Musiker aus dem Frankenberger Land spielen. Das Konzert fand zugunsten der Aktion für behinderte Menschen in Waldeck-Frankenberg statt.

Rosenthals Bürgermeister Hans Waßmuth verwies bei seiner Begrüßung als Schirmherr darauf, dass für diesen ersten Höhepunkt der Jubiläums-Veranstaltungen sämtliche Karten bereits im Vorverkauf weggegangen waren. „Rosenthal ist seit 2007 Mitglied im Verein und wir hatten und haben stets eine gute Verbindung“, sagte er.

Es folgte ein gut dreistündiges Konzert mit zackigen Märschen, gemütlichen Polkas und gefühlvollen Walzern, charmant und launig moderiert vom ersten Klarinettisten Andreas Alschinger. Er freue sich, dass es auch in Rosenthal viele Anhänger der traditionellen Egerländer Blasmusik gebe, die Ernst Mosch weltberühmt gemacht habe, sagte er. Allerdings habe sich die Musik auch weiterentwickelt.

So verwies Alschinger zum Beispiel auf den Konzertmarsch „Frieden und Freiheit“, komponiert anlässlich der Attentate auf das World Trade Center im Jahr 2001, oder, ironisch verbrämt, auf die Garten-Polka, die an den so gar nicht verregneten Sommer 2014 erinnern sollte.

Beim Drei-Viertel-Takt wurde ausdrücklich zum Schunkeln aufgefordert, und die meisten Rosenthaler folgten dem mit viel Spaß. „Wir bieten auch Schunkel-Workshops an“, ermunterte Alschinger zögerliche Besucher.

Mehrere Solisten erhielten Gelegenheit, ihr Können vorzuführen, so etwa ein Tenorhorn-Duo, eine „Klarinetten-Parade“ und, mit sehr viel Beifall bedacht, ein fantastisches Schlagzeug-Solo von Rainer Hartl. Mehrfach sang Orchesterleiter Udo Seifert zusammen mit Markus Klöppner sehnsuchtsvolle, emotionale Duette. Letzterer war für seine Kollegin Diana Blum eingesprungen, die kürzlich Nachwuchs bekommen hat.

Etwas Besonderes bot die Luftballonpolka, bei der Jan Schröter einen ganzen Strauß bunter Ballons im Takt zum Platzen brachte. „Schließlich hat er das 14 Semester lang studiert“, behauptete der Moderator.

Fast unnötig zu erwähnen, dass die Füße vieler Zuhörer von Anfang bis Ende mitwippten. Bei der bekannten „Vogelwiese“ sollte das Publikum sogar den Gesangspart übernehmen, was Dirigent Seifert durch mehrfaches Umdrehen überprüfte. Kein Problem: Die meisten beherrschten sowohl Text als auch Melodie.

Nach der Pause griff Oberst a.D. Jürgen Damm, Präsident der Aktion für behinderte Menschen, zum Mikrofon und drückte allen Mitwirkenden seinen bewegten Dank aus.

Begeisterter Applaus und Bravo-Rufe bescherten zwei Zugaben, und so mancher Besucher hätte wohl nichts gegen weitere einzuwenden gehabt.

Von Marise Moniac 

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Quelle: HNA

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