Rosenthaler Lokalpolitiker tanzten flott und gewannen Landjugend-Wette

Im Rhythmus: Lokalpolitiker Christian Nell (vorne rechts) gab gemeinsam mit Landjugend-Tänzerin Franziska Trusheim sein Bestes. Im Hintergrund tanzte Christian Waßmuth mit Carolin Engel.

Rosenthal. Was ein echter Lokalpolitiker ist, so schreckt der auch vor einem flotten Tänzchen vor Publikum nicht zurück.

Neun Rosenthaler Magistratsmitglieder und Stadtverordnete ließen sich auf die Herausforderung der Landjugend ein und tanzten zusammen mit den geübten jungen Volkstänzern die schweißtreibende Sternpolka.

Mit dem neunten Politiker hatten die Stadtvertreter sogar eine Person mehr als verlangt beigebracht. Michael Lerch, Vorsitzender der Rosenthaler Landjugend, gestand freimütig die Niederlage seines Vereins ein.

Der Sieg der Abgeordneten hatte jedoch noch vor wenigen Tagen sehr unsicher ausgesehen. „Am Dienstag haben wir schon ein bisschen geübt, aber da waren wir nur zu sechst“, sagte Bürgermeister Hans Waßmuth. Für ihn persönlich war die Wette eher ein Vergnügen, denn als ehemaliges Mitglied der Landjugend hat er das Tanzen sowieso im Blut.

Die Aktion stand im Zusammenhang mit dem Projekt „jugend.macht.land“ des Bundes der Deutschen Landjugend. Dabei geht es um Wetten mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Der Fokus soll auf den großartigen Einsatz der Landjugendlichen gelenkt werden, der bei solchen und vielen anderen Aktionen tagtäglich ehrenamtlich erbracht wird.

In Rosenthal sahen die Bedingungen folgendermaßen aus: Die Landjugend wettete, dass sich keine acht Lokalpolitiker bereit erklärten, freiwillig an ihrem Tänzchen mitzumachen. Wenn die Tänzer Recht behalten sollten, müsste die Stadt einen Bus zum Volkstanzturnier am 21. November in Rhenegge sponsern. Im Gegenzug versprachen die Tänzer bei einer eventuellen Niederlage ihrerseits, an einem Adventswochenende eine Grillveranstaltung zu organisieren und die Einnahmen für den Bau den neuen Spielplatzes hinter dem Rosenthaler Gemeindehaus zu spenden.

Das Ergebnis war, wie oben geschildert, eindeutig. Dazu war die Aktion für die Zuschauer an der Seegerteichhütte, die Teilnehmer der dritten Grenzgangetappe, ein Anlass zu großer Heiterkeit. Ihr kräftiger Beifall verlockte die Tänzer sogar zu einer Zugabe.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

Kommentare