Windrad in Ernsthausen

Rotorblätter drehen sich in Tschechien

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Die Rotorblätter sind laut dem bisherigen Besitzer Dirk Marburger das wertvollste an seiner Windmühle. Die Blätter der kaputten Tacke-Anlage hat er nach Tschechien verkauft.Fotos: Patricia Kutsch

Burgwald-Ernsthausen - Das kleinste Windrad oberhalb von Ernsthausen dreht sich schon seit drei Jahren nicht mehr - seit gestern thront es auch nicht mehr über dem Dorf. Eine Firma aus Tschechien baute in den vergangenen Tagen Teile der Mühle ab.

Die Windräder gehören schon fest zum Ortsbild des Burgwalder Ortsteils. Seit Jahren stehen sie auf den Hügeln oberhalb des Dorfes und drehen sich im Wind. Die kleinste Anlage - eine Tacke - wird allerdings seit drei Jahren nicht mehr betrieben. Sie wurde vom Blitz getroffen und brannte aus. Nutzlos stand sie seither auf einem Hügel.

Seit einigen Tagen befahren Schwertransporter und Kräne die Gemarkung von Ernsthausen und montieren das kaputte Windrad ab. Besitzer Dirk Marburger hat Teile der Mühle an eine Firma in Tschechien verkauft. „Vermutlich können die aber nur noch die Rotorblätter nutzen“, erklärte er.

Auch die Führerkabine hat das Unternehmen gekauft, werde es laut Marburger aber vielleicht doch nicht weiter verwenden können und verschrotten: „Es ist kaputter, als wir dachten.“ Als die Arbeiter das 24 Tonnen schwere Führerhaus mit einem Kran abhoben, geriet es in Schieflage und verlor Öl.

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