Waldbegang in Frankenau

Rotwild kostet Frankenau viel Geld

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Die Frankenauer Politiker sahen sich bei einem Waldbegang mit dem Revierförster den Stadtwald am Struthrück genauer an. Durch Windwurf sind dort rund 12 Hektar Wald umgegangen.

Frankenau - In Frankenau haben die Stürme Kyrill und Xynthia rund 40 Hektar Wald umgeworfen. Die Wiederaufforstung kostet die Stadt viel Geld - während Erträge erst in rund 70 Jahren zu erwarten sind. Die Politiker haben sich beim Waldbegang den Struthrück angesehen.

Rund 9000 Festmeter hat „Kyrill“ 2007 vernichtet. Das brachte der Stadt laut Revierförster Jürgen Bachmann um Einnahmen von fast 250000 Euro. Die Wiederaufforstung der kahlen Flächen kostet die Stadt seither aber auch viel Geld. Zumal hungrige Rehe und Rotwild den jungen Bäumen immer wieder zusetzen.

Bem Waldbegang am Samstag Morgen zeigte Revierförster Jürgen Bachmann den Politikern, wie hilfreich Gatter sind, um den Bäumen eine Chance zum Wachsen zu geben. Er hielt aber auch mit den Kosten nicht hinter dem Berg: Rund 4000 Euro kostetdas Aufforsten von einem Hektar Wald, berichtete er. Die gleichen Kosten entstünden durch das Gatter. „Die Kosten für einen Hektar Wald verdoppeln sich also durch diesen Schutz.“

Am Struthrück zeigte Bachmann den 15 Politikern, was ein Gatter bewirkt. Eine kleine Fläche wurde von den Waldarbeitern nach der Aufforstung im Jahr 2009 eingezäunt. „Da sehen Sie, wie der Wald sich entwickelt hätte, wenn kein Wild darin leben würde“, sagte Bachmann. Die angepflanzten Douglasien und Buchen haben sich dort bereits einige Meter in die Höhe gestreckt, während vor dem Zaun hauptsächlich Gras wächst und sich nur wenige kleine Bäumchen hindurchgekämpft haben.

Mehr über den Waldbegang in Frankenau lesen Sie am Montag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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