Festzug zur Frankenauer Ziegenbockkirmes

Ruder-Achter und ein Schneemann

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Die Kirmeseltern André Hesselbein und Anna-Luise Weishaupt mit den beiden Kirmesmaskottchen Clyde und Lotte.

Frankenau - Kleine Sünden und Missgeschicke der Frankenauer kamen am Sonntag ans Tageslicht: Beim Festzug haben die Gruppen lustige Begebenheiten kräftig aufs Korn genommen.

Die beiden Ziegen Clyde und Lotte führten am Sonntag den traditionellen Kirmesfestzug durch die Ziegenbockstadt an. Die Kirmeseltern André Hesselbein und Anna-Luise Weishaupt hatten auch einige Leckerbissen für ihre Maskottchen dabei.

Fast 20 Vereine und Gruppen aus Frankenau und Umgebung waren mit einfallsreichen Motivwagen und Kostümen im Festzug dabei. Dabei griffen sie manches Ereignis oder aktuelle politische Themen auf.

„Hört ihr Leute und lasst euch sagen, was sich in Frankenau hat zugetragen. In unserem kleinen Städtchen, erzählen sichs Buben und Mädchen“, rief Anna-Lena Muhr durchs Mikrofon der Frankenauer Kirmesgruppe. Von der Rückkehr des Frankenauer Schäfers mit seinen Schafen, dem Krippenspiel am Heiligabend, dem Ausflug von Frankenauer Enten bis zum rollenden Auto kam so manche Kuriosität ans Tageslicht. Ihren Unmut über die lange Dauer der Kindergartensanierung äußerten die Eltern der Mädchen und Jungen auf mehreren Transparenten. „Die Geduld der Eltern ist erschöpft, wir wollen Ehrlichkeit und einen festen Termin gesetzt“, war dort zu lesen. „Uns reichts! Wie lange noch? Nicht noch ein Winter!“ lauteten weitere Sprüche.

Einen der originellsten Beiträge lieferte die Frankenauer Theatergruppe im Ruder-Achter mit Live-Fernsehreportage von Herbert Müller. „Heute rudern wir mit Herz, Theater spielen wir im März“, lautete der Slogan. Der Stammtisch „Snowy und die sieben Zwerge“ feierte eine Après-Ski-Party“ in Schneemannkostümen. In Kostümen aus der Türkei marschierten die Frauen vom Kegelclub „Die Ungeküssten“ anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens mit. Lautstarke Musik kam von den „Rotkäppchen“. Die Louisendorfer warben für ihr Dorfjubiläum vom 3. bis 4. August 2013. Zum Blickfang wurde auch ein blauweiß geschmückter Oktoberfestwagen. Die Damengymnastikgruppe trotzte in originellen Kostümen jedem Wetter. Mit Motivwagen oder Fußgruppen vertreten waren auch der Geflügelzuchtverein, die Honda-Freunde, der Sportverein, der Reiterverein, die Landfrauen, der Männergesangverein und der Frauenchor Glissando. Inmitten der Sänger marschierten auch die südafrikanischen Gäste des Kirchenkreises mit. Lautstark bemerkbar machten sich die Kirmesgesellschaften aus Hundsdorf, Armsfeld, Gellershausen, Odershausen und Kleinern.

Die Frankenauer Blaskapelle unter der Leitung von Hermann Bischoff sorgte für die passende Marschmusik.

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