Mitgliederversammlung der Volksbank Mittelhessen in Frankenberg

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr

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Klavier

Frankenberg - Wer trockene Zahlenkolonnen und ein schweres Kulturprogramm erwartet hatte, war auf dem Holzweg: Die Volksbank Mittelhessen gestaltete ihre Mitgliederversammlung abwechslungsreich und unterhaltsam, aber dennoch informativ.

Frankenberg. Ein bisschen Spaß, ein bisschen Kultur, aber auch seriöse Informationen zum Geschäftsjahr der Volksbank Mittelhessen im Allgemeinen und der Frankenberger Bank im Speziellen standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung, zu der etwa 240 Mitglieder und Gäste erschienen waren. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Pianist Armin Fischer. Er nahm das Thema Klassik mit viel Humor: Er spielte bekannte Stücke von großen Komponisten, stellte aber immer wieder einen humoristischen Bezug her: So spielte er Beethovens "Für Elise" und teilte mit, das Stück gehe nicht gut aus - dann griff er zur Mundharmonika und verband es, gleichzeitig Klavier und Mundharmonika spielend, mit der Melodie aus "Spiel mir das Lied vom Tod". Für "A whiter shade of pale" griff er sogar zur Melodika. Wünsche aus dem Publikum spielte er rückwärts am Flügel sitzend, Bach im Stehen, "weil ich so drauf stehe". Die Zuhörer dankten seinen humorvollen und gelungenen Vortrag mit viel Applaus.

Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Genossenschaftsverband ehrte Vorstandsmitglied Volker Remmele in einer kleinen Feierstunde vor der Versammlung Martin Heck (Burgwald), Rudolf Hoffmann (Allendorf) Helmut Faust, Christian Jakobi, Karl Heinz Lange, Manfred Trost und Ulrich Trost (alle Frankenberg). Sie erhielten Urkunden, Sekt und Ehrennadeln. Remmele schaute zurück auf das Jahr 1962, in dem die Herren in den Genossenschaftsverband eingetreten waren: Er verwies auf die Flutkatastrophe in Hamburg, die Kuba-Krise, den Aufstieg der Beatles und der Rolling Stones, und die Entwicklung der ersten Autowaschanlage durch zwei deutsche Ingenieure.

Ein Rückblick war auch Bestandteil der Mitgliederversammlung, allerdings ging es dort um das Jahr 2011: Remmele erinnerte unter anderem an den Tod der Sängerin Amy Winehouse, die Krise in Griechenland, das Erdbeben und die folgende Flut in Japan, den Beschluss der deutschen Bundesregierung zum Atomausstieg und die Hochzeit von Kate und William in Großbritannien.

Dann leitete er über zum Thema Finanzen. "Es lohnt sich für Europa, um den Euro zu kämpfen", sagte das Vorstandsmitglied. Deutschland profitiere durch seine Exporte am meisten davon. Er versprach: "Die Volksbank wir immer so stark sein, wie die Region es braucht". Remmele unterstrich, dass auch die Volksbank als Folge der Finanzkrise zahlreiche bürokratische Vorgaben habe und sich zum Beispiel bei der Kreditvergabe an strenge Regeln halten müsse.

In einem Film hatte die Volksbank Projekte vorgestellt, die sie im vergangenen Jahr gefördert hatte, darunter die Frankenberger Naturschutzjugend. Volker Remmele berichtete von einem deutlichen Anstieg der Geschäfte über das Telefon und Internet. "Die Geschäftsstelle ist nicht mehr der Dreh- und Angelpunkt", sagte er. Dennoch garantiere die Volksbank auch zukünftig räumliche Kundennähe.

Für je 300 Mitglieder pro Wahlbezirk sitzt ein Vertreter in der Vertreterversammlung, dem höchsten Organ der Bank. Im Rahmen der Versammlung wählten die Mitglieder für die nächsten fünf Jahre folgende Personen zu Vertretern: Lothar Czeczatka (Burgwald), Stefan Dauber (Battenberg), Ulrich Mütze, Stefan Ochse und Karl-Heinz Schleiter (alle Frankenberg), Siegrid Sommer (Burgwald), Michael Kiendl (Frankenberg), Klaus Cronau (Burgwald), Antoaneta Neuschäfer (Frankenberg) und Oliver Sachs (Gemünden). Stellvertreter sind Gerhard Nolte (Frankenberg und Peter Lehwark (Medebach). (apa)

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