Haubern

Rund 1000 Liter frischen Saft gepresst

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- Frankenberg-Haubern (mp). Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hatte zum vierten Obstpresstag eingeladen. Nicht nur die Einheimischen nutzten den Tag, um ihre eigenen Äpfel zu Saft verarbeiten zu lassen. Viele Auswärtige kamen, um teilweise auch geringe Mengen Obst pressen zu lassen.

Die Apfelpresse des Naturschutzbundes von der Schwäbischen Alb leistet bereits seit 1910 treue Dienste. Vor der eigentlichen Pressung werden die Äpfel von einer ebenfalls historischen Apfelmühle zerkleinert. Diese wird durch einen alten Traktor angetrieben. Den Anfang des Obstpresstages machte die Schulanfängergruppe des Geismarer Kindergartens. Die Kinder ernteten die Äpfel direkt vom Baum, zerkleinerten sie und nutzten eine kleine Presse, um ihre Äpfel selbst pressen zu können. Den Saft durften sie dann mit nach Hause nehmen. Neben der Pressung gab es eine Ausstellung, in der etwa 120 Apfelsorten vorgestellt wurden. Fast alle dieser Sorten kommen auch in der hiesigen Region vor. Robert Jäger informierte interessierte Besucher über die heimischen Äpfel und erläuterte, welche Sorten sich klimatisch am wohlsten fühlen und die Landschaft ergänzen. Seit 20 Jahren beschäftigt sich Robert Jäger mit heimischen Obstsorten. Neben der reinen Information bietet er auch besondere Aktionen wie ein Apfelprojekt an Schulen an. Insgesamt wurden am Samstag rund 1000 Liter Saft aus heimischem Obst gewonnen und in Flaschen abgefüllt. Der diesjährige Presstag sei trotz des schlechten Wetters einer der besten Obstpresstage bisher gewesen, zogen die Veranstalter vom Hauberner Verkehrsverein und vom Naturschutzbund zufrieden eine positive Bilanz.

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