Energieeffizienz: Stadt Frankenberg will Bürger ins Boot holen

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Klimaschutzkonzept für Frankenberg: (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Wolfgang Schleiter von der Hans-Viessmann-Schule, Armin Raatz von der Kasseler Klima- und Energieeffiziensagentur KEEA, Stefan Rötzel von der Universität Kassel, Hauseigentümer Werner Böhle aus Schreufa sowie Thomas Ernst und Udo Schmidt von der Handwerkergemeinschaft Röddenau informierten die Bürger und gaben Impulse für die Mitarbeit.

Frankenberg. Nachdem die Stadt Frankenberg zusammen mit der Kasseler Klima- und Energieeffiziensagentur KEEA im Vorfeld bereits Pläne für ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt, ging es in einer Versammlung nun darum, auch die Bürger mit ins Boot zu holen.

150 Besucher kamen zu der Veranstaltung in der Ederberglandhalle.

Mit vier Vorträgen wurden die Bürger auf die Themen Klimaschutz und CO2-Reduzierung eingestimmt. Anschließend waren sie aufgefordert, in Arbeitsgruppen ihre Vorschläge und Ideen zu verschiedenen Handlungsfeldern einzubringen. „Die Themenwände waren voll. Es sind viele interessante Anregungen gekommen“, kommentierte Bettina Werner von der Stadtverwaltung die Vorschlagsliste.

Auch Diplom-Ingenieur Matthias Pöhler von der KEEA war zufrieden: „Die Resonanz der Bürger war erfreulich gut.“ Als nächstes werde nun geprüft, wie die Anregungen in das zu erstellende Klimaschutzkonzept integriert werden können. Der Zeitplan sieht vor, die Arbeit der Gruppen auf einem Klimatag am 25. April fortzusetzen und dann auch konkrete Vorschläge zu präsentieren. Im September soll dann das gemeinsam erarbeitete Konzept vorgestellt werden.

„Lassen Sie sich heute anstecken und tun Sie etwas. Dann können Sie später auch Geld sparen“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß. Es seien viele Kleinigkeiten, wo man etwas machen könne. Eine Umwälzpumpe reduziere beispielsweise den Stromverbrauch um 90 Prozent.

„Wir möchten nichts Neues erfinden, sondern wollen Sie bei dem, das sie schon tun, unterstützen“, merkte der Geschäftsführer von KEEA, Armin Raatz, an. Die Möglichkeiten in Frankenberg, erneuerbare Energien zu erzeugen, seien relativ beschränkt. Die Möglichkeiten Energien effizient zu verwenden, seien hingegen groß.

Von Susanna Battefeld

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Quelle: HNA

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