MGV Röddenau probte erstmals mit Frauen – Vorstand von großer Resonanz begeistert

Sänger sind sprachlos

Tolle Beteiligung: Zur ersten „gemischten“ Chorprobe des MGV Röddenau kamen am Dienstagabend 26 Frauen. Die nächste gemeinsame Probe findet am 15. Februar statt. Foto:  Battefeld

Röddenau. Damit hatte der Vorsitzende des Männergesangvereins Röddenau, Karl-Heinz Huhn, nicht gerechnet: Zur ersten „gemischten“ Chorprobe, die der Vorstand zur Erhaltung und Verstärkung des unter Nachwuchssorgen leidenden MGV angesetzt hatte, kamen 26 Frauen – sie verdoppelten damit auf einen Schlag die Anzahl der Sänger. „Ich bin relativ geplättet, dass so viele Damen gekommen sind“, meinte der neu gewählte Vorsitzende, das müsse er erst einmal „verarbeiten“.

Die Idee, aus dem Männergesangverein einen gemischten Chor zu machen, sei bereits im alten Vorstand unter Walter Blum entstanden. Grundgedanke sei, den MGV zu erhalten und mindestens ein Mal im Monat auch gemeinsam mit Frauen zu singen. „Hauptziel ist, dass es allen Freude macht“, betonte Karl-Heinz Huhn, der alle Damen mit einem Glas Sekt begrüßte.

Auswahl der Lieder passte

Dieses Ziel wurde bei der ersten gemeinsamen Probe auf jeden Fall erreicht: Dirigentin Marion Born hatte bei der Auswahl des Liedguts ein gutes Händchen bewiesen und offensichtlich den Geschmack von Jung und Alt getroffen. Nach einigen Aufwärmübungen versuchten sich die Sängerinnen und Sänger an dem Stück „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern und ließen schon nach kürzester Zeit die einzelnen Stimmen zu einem harmonischen Ganzen erklingen.

„Das ist ein enorm leistungsstarker Chor. Wenn das so weitergeht, können wir Weihnachten schon Mendelssohn achtstimmig singen“, meinte Marion Born augenzwinkernd. Und aus den Reihen der Frauen kam der nicht ganz ernst gemeinte Vorschlag, sich gleich beim Wertungssingen anzumelden.

Einige der neu dazu gekommenen Sängerinnen hatten schon Erfahrung im Singkreis der evangelischen Kirche oder bei den früheren Röddenauer Goldbachlerchen gesammelt, etliche hatten jedoch noch nie in einem Chor gesungen.

Alle waren so begeistert, dass sie am Ende der regulären Probenzeit noch keine Lust hatten, nach Hause zu gehen – wo sie sich doch gerade so gut eingesungen hätten. „Ich bin ganz sprachlos“, meinte Karl-Heinz Huhn, „das ist richtig klasse.“

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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