Sängervereinigung Frankenau feiert 150-jähriges Bestehen

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135-jähriges Bestehen: Die Chorgemeinschaft Altenlotheim/Frankenau traf sich zum gemeinsamen Sängerfest 1988 im Hessischen Hof in Frankenau.

Frankenau. Sie kennen die Sängervereinigung Frankenau wie ihre Westentasche. Willi Schneider und der Vorsitzende Günter Schade freuen sich riesig, am Samstag gemeinsam mit ihren Sängerkollegen das 150-jährige Bestehen zu feiern.

Wenn sie zurückblicken, erinnern sie sich natürlich an die zahlreichen Proben. „Wenn geübt wurde, ging das teilweise bis tief in die Nacht“, erzählt Schade. Auch nach der regulären Probe sei noch kräftig in geselliger Runde weitergesungen worden.

Willi Schneider aus Frankenau ist vor 50 Jahren in die Sängervereinigung eingetreten. Er ist damit im Jubiläumsjahr 2013 der älteste aktive Sänger. Die Gründungsgeschichte hat er selbst natürlich nicht miterlebt. Diese hat er aber, wie viele seiner Sängerkollegen, nachgelesen.

1863 wurde der Verein von 26 Männern gegründet. Unterbrochen wurde das Vereinsleben seitdem nur von den beiden Weltkriegen. Als zweiter Chor wurde dann 1920 der Arbeiter-Gesangverein „Freier Sängerchor“ gegründet. Günter Schade liegt noch der damalige Vertrag mit Chorleiter Conrad Herguth vor. „Auch damals, genauso wie heute, musste der Chorleiter bezahlt werden“, berichtet er.

Doch wurde Herguth nicht mit Reichsmark bezahlt, vielmehr musste jedes Mitglied für sechs Tage beim Bau seines Hauses helfen. 1933 wurde der Arbeiter-Gesangverein von den Nationalsozialisten als politischer Verein aufgelöst. Daneben existierte weiter der Männergesangverein.

Bereits ab 1941 wurde in Frankenau wieder gesungen. Nach dem Krieg gründete sich der Arbeiter-Gesangverein neu, schloss sich dann aber mit dem Männergesangverein zusammen.

Im Jahr 1979 wurde die letzte Änderung des Vereinsnamens vorgenommen: Der Chor nannte sich fortan Männergesangverein „Sängervereinigung 1863/1920“ Frankenau.

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Quelle: HNA

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