Frankenberg: Chorleiter stirbt mit 59

Sängerwelt trauert um Günter Retzlik

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Der engagierte Chorleiter Günter Retzlik ist im Alter von 59 Jahren verstorben.Foto: Archiv

Frankenberg - Völlig überraschend ist Chorleiter Günter Retzlik verstorben. Er leitete in den vergangenen Jahren zahlreiche Chöre in der Region, zuletzt unter anderem die Formation "Feel good" in Schreufa, den Frankenauer Kirchenchor und den Männerchor "Harmonie" in Korbach

In der Kreisstadt hatte er auch den „Chor goes Pop“ ins Leben gerufen. Unter seiner musikalischen Führung standen zudem „AChorD“ in Schwabendorf, der MGV Oberschledorn im Sauerland, die Chöre im Amöneburger Stadtteil Mardorf und der Gemischte Chor Diedenshausen im Wittgensteiner Land. Fast 14 Jahre lang hatte er den Chor in Münchhausen geleitet, auch die Frankenberger „Liedertafel“ und die 2007 aufgelöste Holzhäuser Chorgemeinschaft standen unter seiner Leitung.

Günter Retzlik hatte als musikalischer Autodidakt mit acht Jahren seine ersten musikalischen Versuche auf dem kirchlichen Harmonium gemacht. Später bekam er Klavier und Kirchen-orgelunterricht und war als Sänger in verschiedenen Chören aktiv. Seine Bundeswehrzeit verbrachte er beim Heeresmusikkorps 6, Hamburg, wo er auch in der Big Band spielte.

Er leitete im Ruhrgebiet mehrere Chöre, bevor es ihn aus privaten Gründen nach Hessen brachte. Nach erfolgten Privatstudium nahm er seine Konzert-tätigkeit bei exklusiven Kammerchören und als Solist auf. Dazu gehörten Auftritte in Lettland, Riga und in England, Manchester wo das Oratorium von Mendelssohn Bartholdy „Paulus“ aufgeführt wurde.

Der geprüfte Kirchenmusiker komponierte auch und veröffentlichte christliche Werke. Er war erst vor kurzer Zeit nach Rhena verzogen, wo er am zweiten Weihnachtsfeiertag plötzlich und unerwartet verstarb. (da)

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