Burgwald

Der Sammler will niemals fertig werden

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- Burgwald-Wiesenfeld (mba). Sein Opa schenkte ihm einst ein erstes kleines Briefmarkenalbum. Heute ist Klaus Kästner aus Wiesenfeld ist begeisterter Philatelist und sammelt Postwertzeichen aus Deutschland Das ist seit 25 Jahren sein Spezialgebiet, sein Hobby, seine Leidenschaft.

„Ich bin dabei, Deutschland zu komplettieren“, sagt Kästner. Sein Deutschland umfasst die BRD, nach wie vor die DDR und die „freie Stadt“ Berlin. Und Deutschland zu komplettieren ist nicht ganz billig: Ein paar Tausend Euro wird es ihn vermutlich noch kosten. Und es wird auch nie ein Ende nehmen, denn das Deutschland, das Kästner zusammenträgt, wird jedes Jahr ein paar hundert Papierstückchen größer. Kästner ist ein begeisterter Philatelist, also ein Briefmarkensammler. Eine von mehreren unterschiedlichen Übersetzungen des griechischen Wortes „Philatelist“ lautet tatsächlich „Freund dessen, was nie endet.“

„Von Berlin fehlen mir weniger als 50 Marken. Von der DDR wahrscheinlich 200 bis 500 und von der BRD auch so um die 300“, bilanziert Kästner. „Ich weiß gar nicht, wie viele Marken ich schon habe.“ Endlos wird die Sammlung nicht nur, weil die Bundesrepublik jedes Jahr ein paar hundert neue Marken herausgibt, sondern auch weil Kästner bestrebt ist, einige der Marken, die er schon hat, durch qualitativ bessere zu ersetzen.

Die Qualität einer Marke macht sich vor allem an ihrem Zustand und an ihrem Stempel fest: Sie muss unbeschädigt sein, die kleinen Zähnchen vollständig und auch der Poststempel sollte gut platziert in der Mitte des Bildes prangen. Der Wert einer alten Briefmarke bemisst sich vor allem auch an ihrer Seltenheit, ihrer Verfügbarkeit auf dem Markt: „Je weniger im Umlauf sind, desto höher ist der Preis“, sagte Kästner.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 12. Januar

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