Sanierung des Marburger Hauptbahnhofs gilt als beispielhaft

Neue Fassade: Der Bahnhof in Marburg ist in ersten Bereichen saniert worden – unter anderem die Emfangshalle. Foto: Heimrich

Marburg. Fünf Millionen Euro kostet allein das Gebäude, 25 Millionen Euro zahlen Stadt, Land, Bund, Deutsche Bahn, RMV und Gewobau für den Umbau des gesamten Bahnhofsgeländes in Marburg.

„Der erste Meilenstein“ des Mammutbauprojekts, die sanierte Empfangshalle, ist feierlich eröffnet worden. Dazu kam sogar Bahnchef Rüdiger Grube aus Berlin. „Marburg hat wieder einmal Mut bewiesen und ist neue Wege gegangen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG in dem historischen Gebäude, das 1909 erbaut und nun innerhalb von vier Jahren komplett umgestaltet wurde. Zum ersten Mal in Deutschland wurde ein Bahnhofsgebäude horizontal aufgeteilt: Erdgeschoss und Keller gehören weiter der Bahn, die beiden Obergeschosse hat die stadteigene Gewobau (Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft) gekauft und ausgebaut. „Ohne diesen Verkauf hätte man das ganze Projekt nicht finanzieren können“, sagte Grube.

11.000 Menschen nutzen die Bahn – und den Bahnhof – in der Unistadt jeden Tag, das sind vier Millionen Menschen im Jahr. Es gab sogar Demonstrationen wie 2003, als Behinderte für den barrierefreien Zugang zum Zug vor dem Bahnhof auf die Straße gingen. „Das Modellprojekt ist gelungen“, erklärte Oberbürgermeister Egon Vaupel. (red)

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Quelle: HNA

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