Frankenberg

Sanierung würde eine Million kosten

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- Frankenberg (jos).Im Kirchenvorstand war man sich im Grunde schon einig: Das Gemeindehaus soll abgerissen werden. Stattdessen soll ein neues Pfarrhaus mit Platz für Kinder- und Jugendarbeit gebaut werden. Doch in der Gemeinde gibt es Widerstand gegen die Pläne.

Der Kirchenvorstand lädt am Dienstagabend (15.02.) zu einer Gemeindeversammlung ein, die um 19 Uhr im Gemeindehaus am Hinstürz beginnt. Als Vorbereitung dafür gab es bereits am Montag einen Ortstermin, bei dem Rudolf Toursel als Architekt der Landeskirche rund 40 Interessierten die baulichen Mängel an dem Gebäude erläuterte. In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich: Der Gemeinde steht noch eine hitzige Debatte bevor. Gleich zu Beginn seiner Erläuterungen warf Architekt Toursel eine Zahl in den Raum, die für Raunen sorgte: Etwa eine Million Euro würde eine umfassende Sanierung nach einer groben Schätzung kosten. Beim Rundgang durch das Gebäude zeigte Toursel dann an mehreren Stellen, wie marode das 50 Jahre alte Gemeindehaus ist.

Die Sanierung des Gebäudes würde laut Toursels Ausführungen auch deswegen so viel Geld verschlingen, weil es aufgrund seiner Größe nach der Hessischen Bauordnung als Versammlungsstätte gilt. Dadurch müssten zahlreiche Auflagen erfüllt werden. Beispielhaft nannte Toursel einen zweiten Fluchtweg aus dem großen Saal, der durch eine Außentreppe hergestellt werden müsste. Außerdem müssten Fenster mit bruchsicherem Glas eingesetzt werden und die Brüstungshöhe im Erdgeschoss müsste erhöht werden. Wegen des Verletzungsrisikos müssten die Gussheizkörper und das Treppengeländer ersetzt werden, außerdem sei das Gebäude behindertengerecht zu gestalten – also müssten entweder in beiden Etagen entsprechende Toiletten installiert werden oder es müsste ein Aufzug her.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 15. Februar

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