Sascha Hempler aus Löhlbach hält Frettchen als Haustiere

Neugieriger Bursche: Wenn Sascha Hempler das Gehege öffnet, kommt sein zahmes Frettchen Timon auf die Schulter gekrabbelt. Foto: Faust

Löhlbach. Vergnügt tollt das Frettchen Timon auf den Armen von Sascha Hempler. Der 28-jährige Löhlbacher hält seit seinem 13. Lebensjahr die quirligen, etwas ungewöhnlichen Haustiere.

Sein vierjähriges Frettchen ist weiß und wird deshalb in der Fachsprache Albino genannt. Jetzt hat es gerade sein weiches flauschiges Winterfell bekommen, so dass das Tier sichtbaren Gefallen an dem Schnee und die Wintersonne findet.

Leichtfüßig hoppelt es unter Aufsicht seines Halters über das frische Weiß. Frettchen Timon lebt im Dorfkern. In Sascha Hemplers Fachwerkhaus, das er mit seiner Ehefrau und dem gemeinsamen zweijährigen Sohn teilt. In der Wohnung hat das Frettchen jedoch ein eigenes Haus, nämlich ein drei Quadratmeter großes Innengehege. Dort lebt es mit einem Weibchen.

Doch wenn Sascha Hempler das Innengehege öffnet, klettern gleich beide Frettchen über Arme und Schultern des blonden Mannes. „Ich beschäftige mich gerne mit den Tieren. Sie sind anhänglich und doch eigenwillig, wie kleine Kobolde, die gerne alles verwüsten“ erklärt der junge Mann, der als Dachdecker arbeitet.

Sein handwerkliches Geschick setzte er auch beim Bau seiner Gehege ein, die er nach Fertigstellung mit Röhren, Baumstücken und einer Hängematte ausstattete. Unter Aufsicht lässt er die Tiere auch öfters in seiner Wohnung herumtollen. Die Schränke lassen die Eheleute dann vorbeugend geschlossen, denn die Iltisse mögen es, sich durch die kleinsten Winkel zu drücken und dabei das eine oder andere umzuwerfen. Seine beiden zahmen Tiere sind sogar stubenrein und benutzen ein Katzenklo in der Wohnung.

Im Sommer hält er seine Tiere in einer Außenvoliere. Dort haben die beiden Frettchen im letzten Jahr sogar vier Jungtiere aufzogen. „Frettchen sind Rudeltiere und sollten immer mindestens zu zweit gehalten werden,“ weiß Hempler. Die Lebenserwartung entspricht der von Hunden. Sogar kleine Spaziergänge mit speziellen Anleingeschirr sind mit den kleinen Tieren möglich. Doch so ein Geschirr kennen die Frettchen von Sascha Hempler nicht. Sie tollen lieber unter seiner Aufsicht im Haus und Garten herum. Und wenn sie gar zu übermütig sind, lassen sie sich bereitwillig von ihm einfangen. (bf)

Quelle: HNA

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