Q-Fieber: 100 kranke Schafe sollen am Freitag nach Frankenau gebracht werden

Q-Fieber - diese Infektionskrankeit kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Als Hauptüberträger gilt das Schaf. Foto:  Archiv

Frankenau. Das Q-Fieber kehrt zurück in den Landkreis, und zwar auf Anordnung des Regierungspräsidiums Darmstadt und des hessischen Sozialministeriums.

Ein früher in Frankenau lebender Schäfer, der seine Herde mit etwa 1000 Tieren derzeit im Raum Gießen weiden lässt, soll etwa 100 trächtige und mit dem Q-Fieber infizierte Muttertiere heute in seinen Stall nach Frankenau bringen. Dagegen läuft Bürgermeister Björn Brede Sturm, der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat nach den Worten des Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf eine „Anordnung zur Unterlassung“ ausgesprochen.

aktualisiert um 21 Uhr

Ohne Erfolg: Die infizierten Mutterschafe werden wohl heute mit einem Vieh-Transporter in Frankenau eintreffen. Der Stall liegt nur etwa 500 Meter von der Kernstadt Frankenau entfernt. Gefahr geht von dem Bakterium Coxiella burnetii aus, das von Paarhufern wie Schafen, Ziegen oder Rindern auch auf Menschen übertragen werden kann. In Diemelstadt und zuletzt im Februar in Bromskirchen war das Q-Fieber ausgebrochen.

Bürgermeister Brede hingegen spricht von einem „Q-Fieber-Import in Hessens führende Tourismus-Region“. Nicht nur die Urlauber im Feriendorf, sondern möglicherweise auch das sechs Millionen Euro umfassende Naturschutz-Großprojekt würden dadurch gefährdet. Brede: „Ich finde es fahrlässig, diesen Weg einzuschlagen.“ (off)

Quelle: HNA

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