Amtsgericht Frankenberg verurteilt 56-Jährigen zu zehn Monaten auf Bewährung

Mit der Schaufel auf den Kopf

Frankenberg. Weil er seinem Nachbarn mit einer Schaufel schwer verletzt haben soll, musste sich ein 56-jähriger Mann aus dem Altkreis vor dem Frankenberger Amtsgericht verantworten. Er wurde zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung mit zwei Jahren Bewährungszeit verurteilt. Ein Bewährungshelfer wird ihm zur Seite gestellt. Desweiteren muss er 1000 Euro Schmerzensgeld an den Geschädigten zahlen sowie 50 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

Nach Angaben der Marburger Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte nach einer verbalen Auseinandersetzung mit seinem Nachbarn, diesen mit einer Schaufel gestoßen und dann damit auf den Kopf geschlagen. Der Geschädigte erlitt dadurch eine fünf Zentimeter lange Schnittwunde am Hinterkopf, eine Schürfwunde und blaue Flecke.

Der Angeklagte beschrieb, dass sein Nachbar stark betrunken gewesen sei und ihn beschimpft und beleidigt hätte. Sein Nachbar habe ihn einen Tritt in den Hintern gegeben, er habe sich daraufhin mit der Schaufel in der Hand automatisch umgedreht. Dabei habe er seinen Nachbarn mit der Schaufel getroffen und ihm auch zwei Ohrfeigen gegeben.

Richterin Andrea Hülshorst lud eine Nachbarin des 56-jährigen Angeklagten in den Zeugenstand. Die Zeugin betonte, dass sie gesehen habe, wie der Angeklagte seinem Nachbarn zwei Schläge mit der Schaufel jeweils auf die Schulter und auf den Kopf gegeben hatte. Aufgrund dieser verzichtete Richterin Hülshorst auf die Aussagen von zwei weiteren geladenen Zeugen.

1000 Euro Schmerzensgeld

Jonas Frobel von der Staatsanwaltschaft forderte zwei Jahre auf Bewährung sowie 1000 Euro Schmerzensgeld für den Geschädigten und eine Zahlung von 500 Euro an eine gemeinnützige Vereinigung.

Richterin Hülshorst blieb mit ihrem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. „Zwei Schläge in den Kopfbereich, das ist eine gefährliche Körperverletzung“, begründete Richterin Hülshorst ihr Strafmaß von zehn Monaten auf Bewährung. (kie)

Quelle: HNA

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