Willershausen

Scheune bei Großbrand zerstört

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- Rosenthal-Willershausen (da). Aus noch ungeklärter Ursache ist in der Nacht zu zu Dienstag ein Feuer in einer Scheune mit Stallungen ausgebrochen. Nach Angaben der Polizei wurden 30 Tiere aus dem brennenden Gebäude gerettet.

Der Hausbesitzer habe das Feuer beim Gang zur Toilette bemerkt, berichtete ein Polizeisprecher. Um kurz nach 23 Uhr alarmierte die Leitstelle zunächst die Feuerwehren aus Rosenthal, Roda und Gemünden. Mit Hilfe von Nachbarn holte der Besitzer des Hofs Kälber aus der brennenden Scheune. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen schon aus dem Dach. Die Brandschützer begannen mit dem ersten Angriff, doch schnell wurde klar, dass das Wasser knapp werden könnte. Deshalb wurden kurz darauf die Wehren aus Frankenberg und Gemünden alarmiert. Benötigt wurden die Tanklöschfahrzeuge sowie die Frankenberger Drehleiter. Als die eintraf, war das Dach der Scheune schon eingestürzt.

Als das Löschwasser aus dem Hochbehälter zur Neige ging, wurden weitere Wehren verständigt: Aus Allendorf (Eder), Bromskirchen, Fritzlar, Kirchhain und Marburg. Die Korbacher Feuerwehr kam mit einem Gerätewagen, um die Atemschutzflaschen auszutauschen. Tanklöschfahrzeuge pendelten zwischen Rosenthal und Willershausen, auch ein Milchlaster transportierte tausende Liter Löschwasser. Rund 120 Einsatzkräfte waren im Ort – Willershausen hat 85 Einwohner. Eingesetzt waren zehn Tanklöschfahrzeuge, vier Löschfahrzeuge und die Drehleiter.

Rosenthals Stadtbrandinspektor Klaus Hallenberger leitete den Einsatz. Später eilte auch der stellvertretende Kreisbrandinspektor Horst Benner-Hensel nach Willershausen.

Die Feuerwehrleute kühlten das Gebäude und hatten damit Erfolg: Laut Horst Benner-Hensel überstand das direkt neben der Scheune stehende Wohnhaus das Feuer offenbar unbeschadet. Auch eine angrenzende Scheune wurde nach ersten Erkenntnissen nicht in Mitleidenschaft gezogen. Gegen 1.40 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest.

Vor Ort waren außer den Feuerwehren auch das Technische Hilfswerk, ein Rettungswagen und die Besetzungen zweier Streifenwagen. Eine Schnelleinsatzgruppe des DRK war vor Ort, um die Einsatzkräfte und die Geschädigten zur versorgen.

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