Battenberg: Friedrich-W. Jörn kündigt Gespräche mit Banken und Gewerkschaft an

„Schieflage“ im Eisenwerk Hasenclever

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Battenberg - Nach Geschäftsführer Thomas Martin hat sich das Eisenwerk Hasenclever auch vom kaufmännischen Leiter Dieter Koch und zwei Prokuristen getrennt. Das Unternehmen befinde sich „in Schieflage“, begründet der neue Geschäftsführer Friedrich-W. Jörn die einschneidenden Schritte.

Vor einer Woche hat sich das Eisenwerk Hasenclever von dem technischen Geschäftsführer Thomas Martin getrennt – jetzt folgten die Freistellungen zweier Prokuristen sowie des kaufmännischen Geschäftsführers Dieter Koch. Der Schritt sei notwendig geworden, weil das Unternehmen sich in einer „Schieflage“ befände, sagte der neue Geschäftsführer Friedrich-W. Jörn am Freitag. Jörn hatte das Unternehmen mehr als 20 Jahre lang geleitet, bevor er im Jahr 2008 an Martin übergab. Er blieb aber weiterhin Geschäftsführer der Muttergesellschaft von Hasencler, ERW. Jörn kündigte eine „völlige Neuausrichtung des Unternehmens“ an. Nach einer Inventur sollen alle Prozesse im Unternehmen überprüft werden – es mangle an Produktivität und Effizienz. Ihm zur Seite steht ab Anfang Juni Bernd Lepping. Er ist Mitglied des Hasenclever-Beirats sowie des Beirats und des Aufsichtsrats des Schwesterunternehmens Eisenwerk Brühl. Lepping übernimmt Dieter Kochs Position als kaufmännischer Leiter. Friedrich-W. Jörn bezeichnete Lepping als Mann mit unternehmerischer Weitsicht.Zu Entlassungen soll es auf dem Auhammer nach Aussage des Geschäftsführers nicht kommen: „Wir brauchen jeden Mitarbeiter“, denn die Auftragsbücher seien voll, sagte er. Zugleich kündigte er jedoch intensive Gespräche mit dem Betriebsrat der Gießerei sowie der IG Metall an. Im gesamten Unternehmen müsse gespart werden und Gesellschafter, Management und Belegschaft müssten ihren Teil leisten. „Der wird nicht unerheblich sein“, stellte Jörn klar.

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