Vor Gericht

Schläge und Tritte gegen Ex-Freundin

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Ein Mann aus dem Oberen Edertal musste sich am Montag vor dem Marburger Amtsgericht verantworten. Ihm wurde gewalttätige Übergriffe gegen seine ehemalige Lebensgefährtin vorgeworfen.Foto: Dan Race/Fotolia

Marburg/Oberes Edertal - Wiederholte gewalttätige Übergriffe gegen seine Lebensgefährtin, in einem Fall in Tateinheit mit sexueller Nötigung, haben einen 24-Jährigen Mann aus dem Oberen Edertal vor Gericht gebracht. Er wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten, sowie Schadenswiedergutmachung verurteilt.

Während der jahrelangen Beziehungen des Angeklagten - eines 24-jährigen Mannes aus dem Oberen Edertal - und der Geschädigten soll es mehrfach zu gewalttätigen Übergriffen gegen die junge Frau sowie zu nicht einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gekommen sein. Insbesondere die glaubhafte Aussage des Opfers überzeugte das Marburger Amtsgericht, das den Ex-Freund zu einer Bewährungsstrafe verurteilte.

Mehr als drei Jahre lang führten der Angeklagte junge Mann und die Geschädigte eine konfliktgeladene, von Eifersucht und verbalen Attacken geprägte Beziehung. In den Jahren 2010 und 2012 eskalierten die Streitigkeiten: Der 24-Jährige soll seine gleichaltrige Freundin geschlagen und mehrfach brutal getreten haben. Außerdem soll er mit ihr mindestens einmal gegen ihren Willen den Geschlechtsakt vollzogen haben.

Am Montag, dem zweiten Verhandlungstag vor dem Jugendschöffengericht, nahm erstmals der Angeklagte Stellung zu den Vorwürfen. In einer kurzen Erklärung schilderte er seine Sichtweise der Beziehung: Diese sei zugegebenermaßen „sehr problematisch“ verlaufen, geschlagen oder zum Sex gezwungen habe er seine Freundin jedoch nie. „So grob bin ich nie gewesen“, betonte der Beschuldigte. Seine Ex-Freundin habe viel eher regelmäßig bei ihm und seiner Familie Zuflucht vor privaten Problemen gesucht. Eine weiterführende Einlassung lehnte die Verteidigung ab. Des weiteren wurden zwei behandelnde Ärzte der Geschädigten unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor Gericht angehört, welche den Verdacht der Anklage sowie mehrere Zeugenaussagen bestätigten.

Von Ina Tannert

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