Richterin Hülshorst will weitere Zeugen laden

Schlägerei-Prozess zunächst vertagt

Frankenberg. Weil weitere Zeugen gehört werden sollen, hat Richterin Andrea Hülshorst ein Verfahren gegen drei Schüler im Alter von 16, 17 und 18 Jahren zunächst vertagt. Die jungen Leute müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Am 23. Februar sollen die drei Jungen gemeinsam einem 15-jährigen Jugendlichen Faustschläge und Kopfnüsse versetzt haben, so dass dieser Prellungen im Gesicht erlitten hatte.

Nach Aussage der Angeklagten sollen dem Vorfall ausländerfeindliche Äußerungen des 15-jährigen vorausgegangen sein. Daraufhin habe der 17-Jährige den Betroffenen zur Rede stellen wollen. Als dieser aber nicht mit ihm reden wollte, habe er ihn festgehalten und ihm zwei Kopfnüsse verpasst. Der 16 Jahre alte Freund sei dann dazu gekommen und habe ihm einem Faustschlag verpasst, so dass die Brille des Betroffenen wegflog.

„Warum mussten Sie das zu Dritt klären?“, fragte Richterin Hülshorst die drei jungen Angeklagten und machte unmissverständlich klar, dass keine „Notwehr-Situation“ bestanden habe. Während der Befragung der Angeklagten und des Zeugen kam es zu widersprüchlichen Aussagen.

Richterin Andrea Hülshorst beschloss daher, die Verhandlung zu vertagen und weitere Zeugen zu befragen. Ein Termin zur Fortsetzung der Verhandlung steht noch nicht fest. (nif)

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Quelle: HNA

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