Frankenberg

Aus der Schlammzone ins Traumland

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- Frankenberg (rou). Das Bataillon Elektronische Kampfführung 932 steht unter neuem Kommando: Oberstleutnant Elmar Henschen hat die Nachfolge von Oberstleutnant Thomas Mauer angetreten, der seit Dezember 2008 die Frankenberger Soldaten befehligte.

Zum Abschied aus der Burgwald-Kaserne rollten die Soldaten des EloKa-Bataillons ihrem scheidenden Kommandeur einen roten Teppich aus. Zu „Niemals geht man so ganz“ von Wolfgang Niedecken wurde Thomas Mauer auf einen zum Motivwagen umgebauten Lastwagen geleitet – auf der Ladefläche waren Schreibtisch, Stühle, ein Computer und ein Hochbett aufgebaut sowie zwei Transparente mit der Aufschrift „Von der Schlammzone“ und „Auf dem Weg ins Traumland“ angebracht. Damit spielten sie auf Mauers neue Aufgabe an: Statt sich wie bisher in Afghanistan direkt um Soldaten im Einsatz zu kümmern, wirkt er künftig vom Schreibtisch aus und befasst sich mit Planung. Nach einer Ehrenrunde auf dem „Exerzierplatz“ brachte der Lkw den Oberstleutnant zum Kasino, wo Mauer seinen Abschied aus Frankenberg feierte.

Bei dem Appell hatte Mauer ein Fazit der Dienstzeit in Frankenberg gezogen. Auf die zweieinhalb Jahre im EloKa-Bataillon blicke er mit großer Dankbarkeit zurück. „Es war eine sehr fordernde, aber auch sehr schöne Verwendung, ja ich möchte sagen, die schönste Verwendung in meiner 26-jährigen Dienstzeit.“ Trotz der permanenten Belastung durch die Auslandseinsätze sei die Stimmung im Bataillon gut. „Man hört kein Klagen und kein Selbstmitleid“, betonte Mauer und verwies auf den Kernauftrag der Soldaten.

Seit 15 Jahren stellen die Frankenberger EloKa-Einsatzkontingente: beginnend im ehemaligen Jugoslawien und seit 2002 für den Einsatz im Rahmen der International Security Assistence Force (ISAF) in Afghanistan. Seit 15 Jahren stellten die Einsatzvorbereitung, Einsatzdurchführung und die Einsatznachbereitung den Schwerpunkt im Alltag des Bataillons dar. „Basis der Kontingentstellung sind bis heute die Freiwilligenmeldungen. Ich musste bis zum heutigen Tag niemanden in den Einsatz befehlen.“

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