Tichfest in Rodenbach

Schlechtes Wetter, gute Stimmung

Zuflucht im Festzelt: Während beim Teich- und Lichterfest in Rodenbach üblicherweise der namensgebende Dorfteich Anziehungspunkt Nummer eins ist, was es am Wochenende das trockene Festzelt. Dort wurde ausgelassen gefeiert.Fotos: Alice Dippel

Frankenberg-Rodenbach - Sommerfeste sind so eine Sache in diesem Jahr. Die Rodenbacher haben ihr Teichfest dennoch gewagt - und hatten auch bei Regen viel Vergnügen.

Warme Pullover, Schirme und Regenjacken - am Samstagabend schien der Herbst schon in zweifelhafter Blüte zu stehen. Aber anstatt es sich Zuhause im Warmen gemütlich zu machen, zogen die Rodenbacher in Scharen zu den Dorfteichen, wo alle zwei Jahre das Teich- und Lichterfest stattfindet, das von der Rodenbacher Feuerwehr ausgerichtet wird.

Auf dem mit bunten Lichterketten eingerahmten Platz fand die für das schlechte Wetter überraschend hohe Anzahl an Besuchern Schutz unter dem Bierpilz oder in einem Festzelt, in dem ein DJ Hits aus den aktuellen Charts auflegte. Alle Generationen von Jung bis Alt verbrachten dort ein paar gemütliche Stunden und ließen sich Bratwurst, Pommes, Steaks und Schnitzelbrötchen schmecken.

Eingeladen waren darüber hinaus viele befreundete Vereine aus dem Altkreis Frankenberg. „In den letzten Jahren hatten wir hier bei gutem Wetter um die 400 Gäste“, sagte der Wehrführer der Rodenbacher Feuerwehr, Thomas Söhnel. „Dieses Mal werden es aufgrund des Regens wahrscheinlich weniger sein.“ Auch der Vorsitzende der Feuerwehr, Karl Cronau, und die Rodenbacher Ortsvorsteherin Daniela Gerke kamen auf die schlechte Wetterlage zu sprechen, nahmen sich jedoch fest vor, das Beste daraus zu machen.

Ein Höhepunkt des Abends sollte eigentlich eine Schauübung der Rodenbacher Ersthelfer sein, die den Besuchern einen Einblick in ihre Arbeit geben wollten; aufgrund des Regens fiel diese Aktion jedoch buchstäblich ins Wasser. Seit einigen Wochen haben die Rodenbacher ein System ähnlich jenem in Gemünden aufgebaut, das höchst erfolgreich dazu beiträgt, die Hilfsfristen zu verkürzen.

Acht Einsätze seit März

So bedankte sich der Vorsitzende der Ersthelfer, Thomas Klausnitzer, in seiner Rede trotz ausgefallener Schau-Übung für die Unterstützung und die zahlreichen Sponsoren der „First Responder“, die im Kreis Frankenberg und jetzt auch in den Walddörfern die Rettungsdienste unterstützte. Seit März diesen Jahres hat es bereits Einsätze gegeben, berichtete Klausnitzer.

Es war das erste Fest, das stattfand, nachdem sich die Ersthelfer gegründet hatten - der Erlös, auch aus der Los-Tombola, soll dazu genutzt werden, deren Einsatzausstattung zu optimieren. „Alles ist für einen guten Zweck“, sagte Klausnitzer dankbar.

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