Allendorf/Hardtberg

Schlepperausstellung rund um das Backhaus

- Frankenau-Allendorf (sr). Insgesamt 57 Oldtimer-Schlepper aus der gesamten Kellerwaldregion waren am Himmelfahrtstag rund um das Allendorfer Backhaus ausgestellt.

Die Mitglieder des Heimatvereins freuten sich über das riesige Interesse der Bevölkerung an der zweiten Maschinenschau, bei der 57 Oldtimer zu sehen waren. Mehr als 30 Schlepper fuhren bei einem Ausflug durch das Lengeltal. „Für alte Schlepper gibt es einen richtigen Boom“, sagte der zweite Vorsitzende des Heimatvereins, Manuel Seitz. Er besitzt drei, in Allendorf gibt es 15 Oldtimer, die in mühevoller Kleinarbeit restauriert wurden. Sie laufen alle wie geschmiert, die Technik funktioniert. Die meisten sind in grün oder rot wieder original lackiert und „echte Schätzchen“. Der Heimatverein kündigte an, dass das Oldtimertreffen am Himmelsfahrtstag zu einer festen Einrichtung in Allendorf werden soll. Der Einladung der Allendorfer zum Schleppertreffen stieß auf riesige Resonanz: Aus allen Nachbardörfern kamen Schlepperfahrer. Mit dabei waren auch die Schmittlotheimer Oldtimerfreunde. In einer gemeinsamen Tour ging es Richtung Ellershausen, über die „Suggelpitsche“ hinunter ins Lengeltal, vorbei an der Lengelmühle, Bärenmühle und Obersten Mühle. Viele Kinder fuhren auf den Seitensitzen mit. Wegen den kühlen Temperaturen waren viele in Decken eingepackt. Unterwegs begegnete dem Schlepperkorso sogar eine Schafherde. Wieder am Allendorfer Backhaus angekommen waren außer Schleppern aus den 50er Jahren auch viele alte Landmaschinen ausgestellt. Allen Gästen, die mit einem Schlepper kamen, spendierte der Heimatverein eine Bratwurst und ein Bier. Der Schornstein vom Backhaus qualmte, zur Bratwurst gab es frisches Brot. Viele Besucher aus dem gesamten Frankenberger Land erinnerten sich an ihre Kindheit zurück und fachsimpelten an den alten Maschinen. Zu den Gästen zählten auch Bürgermeister Björn Brede, die stellvertretende Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel und Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl. Die Schafe und Ziegen von Matthias Bauch gleich nebenan verliehen der Landmaschinenschau ein passendes Ambiente.Der Heimatverein will außer dem Dorfleben auch alte Traditionen erhalten. Neben einer Dreschmaschine besitzt Verein neuerdings einen alten Mähdrescher. Vorsitzender Dirk Michel kündigte wieder einen historischen Erntetag für August an. Der Heimatverein hat dazu einen Acker mit Hafer eingesät. Der alte Mähbinder wurde bereits repariert und läuft perfekt.

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