Prunksitzung in der Gemündener Sport- und Kulturhalle

Schlümpfe, Trucker und eine Badenixe

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Gemünden - Zehn Tanzgruppen, eine Büttenrednerin und viele Sänger waren am Montagabend Stimmungsgaranten in der vollbesetzten Sport- und Kulturhalle, dem Gemündener „Narhalla“.

Viereinhalb Stunden Programm für mehr als 600 Besucher – die Wohrastadt machte ihrem Namen als Karnevalshochburg der Region wieder alle Ehre. Viele Narren aus dem Marburger und Frankenberger Land feierten mit.

Schon vor dem Einmarsch des Damenelferrates mit dem Präsidenten Christoph „Sir Elton“ Jarkow heizte die Sunshine-Band kräftig dem Publikum mächtig ein. Als Überraschungsgast sang der ehemalige Dortmunder Karnevalsprinz Christoph I. Nach der Begrüßungszeremonie und Ehrungen durch Wilfried Schneider sorgten die Marburger Funken mit einem Gardetanz für einen schwungvollen Auftakt.

Ute Golde trat im Bademantel, mit Schwimmbrille und Wasserball in die Bütt und sorgte mit ihren „Rettungsringen“ – Zitat: „Fett schwimmt oben“ – für viel Gelächter im Saal.

Höhepunkte des Abends waren gleich zu Beginn die Auftritte der Gemündener Dance-Kids. Laura und Nicole Gleim betreuen die beiden Kindergruppen der Karnevalisten mit insgesamt 43 Mädchen und Jungen. Die Jüngsten tanzten als Schlümpfe, die Älteren als Außeridische und Astronauten mit tollen Lichteffekten.

Aus dem Gemündener Karneval nicht mehr wegzudenken ist die Weidenhäuser Bürgergarde: Erst in klassischen Uniformen, dann in Schottenkostümen sorgten die Männer für ein Glanzlicht des Abends. Zum ersten Mal dabei waren die „Ladykracher“ aus Sehlen, die als Stewardessen auf die Bühne kamen und eine tänzerische Reise um die Welt unternahmen.

Mit einem afrikanischen Trommeltanz begeisterten im Anschluss erneut die Marburger Funken, bevor „DJ Rocky“ alias Jürgen Rockenkamm aus Battenhausen die Halle mit vier Liedern „zum Kochen“ brachte.

Die „Schoppendales“ aus der Bunstruth entzündeten als Bayern, Matrosen oder Hessen ein Feuerwerk auf der Bühne und präsentierten einen Tanzmarathon, der nicht nur ihnen den Schweiß auf die Stirn trieb.

Danach gab ess zwei Premieren in Gemünden: Melodien aus den Bergen erklangen bei der Darbietung der Michelbacher Frauentanzgruppe. Der Röddenauer Karnevalsclub mit Jörg Völlmig als Frontsänger stand erstmals als Western-Band „Truck-Stop“ auf der großen Bühne.

Es folgten die Gemündener Gruppen: Zum zehnten Mal traten die „Girls of Fire“ von der Feuerwehr auf, diesmal mit einem ausdrucksstarken und sportlichen Vampirtanz, der bereits beim Feuerwehrkarneval und in Sehlen für Begeisterung gesorgt hatte und es auch diesmal tat. Auch das Zickenballett feierte Zehnjähriges mit Tänzen unter dem Motto „New York“.

Kurz vor Mitternacht dann der umjubelte Auftritt des Männerballetts mit einem Cheerleader-Tanz in rosa Röckchen mit Playboy-Kappe. Die Stimmung kannte keine Grenzen.

Nach dem Geburtstagsständchen für Klaus und Frank Mattheis setzte das junge Team von der „Hitparade“ noch einen drauf: Titel wie „Schatzi, schenk mir ein Foto“ von Mickie Krause oder „Ai Se Eu Te Pego““ von Michel Teló brachten die meisten Karnevalisten auf Stühle und Tische. In den Hauptrollen begeisterten Christian Sack, Alisa Hesse, Nils Schnetzler oder Thomas Böhme. Peter Metz moderierte, Maren Gleim war „Nummerngirl“. Michael und Friedhelm Käufler sangen zum Finale das Gemündener Karnevalslied „In der Hauptstadt der Bunstruth“.

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