Kaiserwetter beim längsten Königsschießen in der Geschichte des Allendorfer Schützenvereins

Schmitt holt den „zähen Vogel“ runter

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Abgetreten und inthronisiert: Die Fahnenoffiziere und Vorstandsmitglieder des Allendorfer Schützenvereins mit dem alten Königspaar Karin Vogeler und Michael Kollek (links) und dem neuen Regentenpaar Annemarie und Hjalmar Schmitt sowie der Jugendkönigin Nora Theiß. Foto: Willi Arnold

Allendorf (Eder) - Hjalmar Schmitt ist neuer König des Allendorfer Schützenvereins. Zu seiner Königin wählte er die Frau, die auch im wahren Leben an seiner Seite steht: Ehefrau Annemarie. Viereinhalb Stunden dauerte es, bis er mit dem insgesamt 453. Schuss den Rest des arg zerflederten „zähen Vogels“ von der Stange holte.

Das Finale war ein langer Zweikampf zwischen Reinhold Briel und Hjalmar Schmitt, der letztendlich das glücklichere Ende für sich hatte. Mit dem 369. Schuss raubte Briel dem Vogel die Krone und mit dem 420. Schuss den rechten Flügel. Die letzte Insignie, den Reichsapfel, holte sich Schmitt mit dem 427. Schuss. Zuvor hatten Jürgen Mankel den linken Flügel und Michael Lichtenfels das Zepter abgeschossen.

Auch die Jugendabteilung hat eine neue Königin: Nora Theiß. Wie in den vergangenen Jahren hatten die Jungs wieder das Nachsehen, doch zumindest beim Kampf um die Trophäen waren sie erfolgreich. Tim Lichtblau holte sich den rechten Flügel und Fabian Fuchs den linken und den Reichsapfel. Das Zepter und die Krone ging an die Geschwister Madlen und Dominik Wolf.

Nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen waren die Schützen unter Begleitung der Gemündener Feuerwehrkapelle in das idyllisch gelegene Haftal gezogen. Dort eröffnete Vorjahreskönig Michael Kollek bei herrlichem Kaiserwetter das Königsschießen mit dem Großkalibergewehr. Auf den Vogel mit einer Spannweite von zwei Metern gaben Pfarrer Rohrmann, Ehrenbürgermeister Amend, Bürgermeister Junghenn und Jagdpächter Kramer die Ehrenschüsse ab, wovon der Vogel aber unbeeindruckt blieb.

Das nach Aussage von Horst Jakobi zweitlängste Königsschießen in der Vereinsgeschichte verfolgten auch die befreundeten Schützenvereine aus Ittertal, Rennertehausen, Reddighausen, Schreufa und Röddenau, die ihre Königspaare mitgebracht hatten und auch das Kreiskönigspaar Heinz und Marianne Müller aus Röddenau war noch rechtzeitig zum Finale angekommen.

Durch das lang andauernde Schießen war der Zeitplan etwas durcheinander gekommen und die ersten Anweisung des neuen Regenten Hjalmar Schmitt, „macht die Schranke zu, jetzt gibt es Freibier für alle“, führte dazu, das die Inthronisierung viel später stattfand. Timo Maurer leitet die Feier, verabschiedete die alten Regenten und nahm dem neuen Königspaar Hjalmar und Annemarie Schmitt sowie der Jugendkönigin Nora Theiß den Fahneneid ab. Zum Königstanz spielten die „BaDos“ auf, die auch anschließend mit ihrer Musik für die richtige Stimmung bei der großen Schützenfamilie sorgten. (wi)

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