Schnarchen kann gefährlich werden: Atemmaske hilft

Schlafapnoe: Gregor Bendel leitet die Selbsthilfegruppe „Schlaf“. Er demonstriert, wie eine Atemmaske richtig aufgesetzt wird. Sie verhindert Atemaussetzer im Schlaf. Foto: E. Müller

Frankenberg. Die Frankenberger Selbsthilfegruppe Schlafapnoe gibt Betroffenen Tipps und warnt davor, diese Volkskrankheit auf die leichte Schulter zu nehmen.

Das Schlafbedürfnis von uns Menschen ist unterschiedlich. Im Durchschnitt schlafen wir sechs bis acht Stunden, um wieder fit zu sein. Doch es gibt Menschen, bei denen sich auch nach zehn oder zwölf Stunden Schlaf keine Erholung einstellt. Der Grund hierfür kann eine Erkrankung sein: die sogenannte Schlafapnoe.

Unruhiger Schlaf, lautes Schnarchen, morgendliche Kopfschmerzen oder ein trockener Mund sind einige Symptome, die viele der Betroffenen zu beklagen haben. Häufig vergehen Jahre, bis ärztlicher Rat zu Hilfe gezogen wird. Fachärzte verordnen in diesen Fällen eine mehrtägige Untersuchung in einem Schlaflabor. „Häufig haben Betroffene neben allen den genannten Symptomen während der Nacht auch mehrere Atemaussetzer“, weiß Gregor Bendel.

Er selbst leidet seit vielen Jahren an einer Schlafapnoe. „Viele Patienten spielen das Problem herunter oder scheuen sich davor, damit zum Arzt zu gehen.“ Um diesen Menschen Mut zu machen, und auch um die Krankheit öffentlich zu machen, hat er im Dezember 2014 die Selbsthilfegruppe „Schlaf“ gegründet.

„Einfaches Schnarchen und Schlafapnoe mit Atemaussetzern sind ein Unterschied“, erklärt Gregor Bendel. Langfristig bringen diese Atemaussetzer weitere Probleme mit sich. „Wenn die Atmung im Schlaf ins Stocken gerät, verringert sich die Sauerstoffsättigung, wodurch der Körper kurzzeitig in eine Art Alarmzustand gesetzt wird. Die Folge ist ein erhöhter Bluthochdruck, der wiederum Ursache für einen Herzinfarkt, eine Herzschwäche oder einen Schlaganfall sein kann“, erklärt Bendel.

In schwereren Fällen wird den Patienten nach der Untersuchung in einem Schlaflabor eine Atemmaske verordnet, deren Kosten zu hundert Prozent von den Krankenkassen getragen wird.

Service:

„Betroffene oder Angehörige sind herzlich willkommen, bei der Selbsthilfegruppe mitzumachen“, lädt Gregor Bendel ein. Wer Probleme mit dem Sitz der Atemmaske hat, sollte sie mitbringen.Die Treffen finden an jedem ersten Mittwoch, in einem geraden Monat statt. Das nächste Treffen ist heute um 17 Uhr im Katholischen Gemeindehaus in der Parkstraße 10 in Frankenberg. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskunft: bendel.fkb@t-online.de oder telefonisch unter: 06451/4690 sowie 0170/9059524.

Bei leichter Schlafapnoe können schon einfache Maßnahmen dazu beitragen, die Zahl der Atemaussetzer zu verringern. Welche das sind, das lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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