Schneeschieber und Salz sind heiß begehrt

Waldeck-Frankenberg. Noch bevor die erste Schneeflocke dieses Winters gefallen ist, haben sich zahlreiche Hauseigentümer und Mieter mit Schneeschaufeln, Streusalz und sogar Motorfräsen eingedeckt. Das hat eine Umfrage der HNA bei Fachmärkten in Waldeck-Frankenberg ergeben.

Damit reagieren die Kunden auf die harten Winter der beiden vergangenen Jahre, in denen in manchen Nächten bis zu 50 Zentimeter Neuschnee fielen. Schneeschieber und Streusalz wurden damals innerhalb weniger Tage zur absoluten Mangelware. Aus Schaden wird man klug: „Die ersten Schneeschieber haben wir im August verkauft“, berichtet Andreas Finger, Spartenleiter SB-Märkte der Firma Balzer in Allendorf. Wilhelm Finger von Eisen-Finger in Frankenberg hat bereits 200 Schneeschieber verkauft. Streusalz sei für seine Firma ein „Rand-Artikel“, sagt Wilhelm Finger. „Der Boom kommt erst dann, wenn es wirklich schneit.“

„Palettenweise“ hätten die Bad Wildunger Kliniken Streusalz bestellt, berichtet Dominik Vielhaber vom dortigen Werkmarkt Müllenhoff. 30 bis 40 Tonnen Streusalz, schätzt Vielhaber, würden in den Lagern der Firma für den Fall bereit gehalten, dass es glatt wird. Vorsorglich habe er auch mehr Schneeschieber bestellt. Auch der OBI-Markt in Korbach hat sich mit größeren Mengen an Schneeschiebern und Streusalz eingedeckt. „Der Abverkauf läuft noch nicht so, wie wir uns das vorstellt haben“, sagt Uwe Rost von der Marktleitung. Bei einigen Kunden habe man „Angstkäufe“ von Streusalz in 50-Kilogramm-Säcken registriert.

Neu für alle heimischen Bau- und Werkmärkte war die starke Nachfrage nach Motorfräsen, die sonst eher in alpinen Regionen eingesetzt werden. „Ich habe nur 20 bekommen, hätte aber 50 verkaufen können“, berichtet Andreas Finger von der Firma Balzer. (off)

Quelle: HNA

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