Trotz unterschiedlicher Ziele: Eltern betonen Gemeinsamkeiten

Schnelle Klarheit über Schulstandort gefordert

Haina/Löhlbach. Die Eltern von Grundschülern in der Großgemeinde Haina-Kloster wollen schnelle Klarheit darüber, welchen zentralen Schulstandort in der Kommune der Landkreis Waldeck-Frankenberg vorschlägt – ob es Haina oder Löhlbach sein soll.

Sie fordern, dass die derzeit laufende Wirtschaftlichkeitsprüfung schnell abgeschlossen wird.

Diese Prüfung soll Aufschluss geben, ob eine Renovierung des Löhlbacher Schulgebäudes oder ein Anbau an das Hainaer günstiger ist und welche weiteren Kosten, zum Beispiel für den Schüler-Transport, bei welchem Standort entstehen.

Auf diese gemeinsame Forderung einigten sich alle Eltern, obwohl ihre Interessen höchst unterschiedlich sind. Wie berichtet, hat eine Löhlbacher Bürgerinitiative (BI) fast 800 Unterschriften für den Erhalt ihrer Schule vorgelegt, Eltern aus Haina und anderen Ortsteilen sammeln derzeit Unterschriften für den Erhalt der Hainaer Schule.

Um den Konflikt unter den Eltern und zwischen den Ortsteilen zu entschärfen, hatte die BI Löhlbach Eltern und Interessierte zu einem gemeinsamen Gesprächsabend ins Bürgerhaus Haina-Kloster eingeladen.

Rund 60 Eltern waren erschienen. In der Diskussion wurden die unterschiedlichen Standpunkte deutlich. Die zentrale Lage Hainas in der Großgemeinde betonten die einen. Dass der große Ortsteil Löhlbach die meisten Kinder hat die anderen.

Doch den Gesprächsleitern und Sprechern der Bürgerinitiative Löhlbach, Eva Brinke-Kriebel und Dr. Jochen Keute, gelang es, zu verhindern, dass das Gespräch zu einem reinen Standort-Streit wurde.

Und es gelang, Gemeinsamkeiten zu betonen. Als Gemeinsamkeiten zeichnet sich neben der Forderung nach schneller Wirtschaftlichkeitsprüfung ab:

• die Forderung, dass zumindest eine Grundschule in der Großgemeinde erhalten wird.

• dass dieser Standort zukunftssicher ausgebaut wird mit Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung.

• dass der Landkreis die Eltern schnellst möglich informiert, wie es im kommenden Schuljahr weitergeht. Wie berichtet, werden Löhlbacher Kinder zunächst in Haina unterrichtet. Aber die Eltern hätten noch keine schriftliche Benachrichtigung. Vor allem in Löhlbach gibt es Fragen, zum Beispiel nach dem Bustransport und den Haltestellen.(mab)

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Quelle: HNA

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