Telekom investiert in Vorwahlbereich 06451

Schnelles Internet für 10300 Haushalte

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Kilometerweise Kabel verlegt die Telekom in den nächsten Monaten zwischen Frankenberg, Burgwald und Haine. Verwaltung, ausführende Firma und der Anbieter gaben gestern den Startschuss in Willersdorf als am schlechtesten versorgten Dorf.

Frankenberg / Burgwald - Je schneller das Internet, desto größer der Wettbewerbsvorteil im Kampf um Firmen und neue Einwohner. Frankenberg und Burgwald gehen in diesem Bereich einen großen Schritt, denn die Telekom baut in den nächsten Monaten ihr Netz aus.

„Endlich“, sagt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, komme die Telekom den Wünschen der Kunden nach. Und „die Konkurrenz war in einigen Ortsteilen schneller“, ergänzt sein Amtskollege Lothar Koch. Beiden ist anzumerken, dass sie sich den Ausbau der Telekom-Leitungen in der Region deutlich schneller gewünscht hatten – aber auch, dass sie froh darüber sind, dass genau dieser Ausbau jetzt startet: Schon im zweiten Halbjahr 2015 will die Telekom im gesamten Vorwahlbereich 06451 ihre derzeit modernste Technik anbieten.

Startschuss der Arbeiten war am Mittwoch im bislang am schlechtesten mit Internet versorgtem Frankenberger Stadtteil Willersdorf. „Wir hatten selbst schon überlegt, eine Leitung von hier nach Bottendorf legen zu lassen. Aber das war nicht finanzierbar“, sagt Rüdiger Heß. Jetzt übernimmt das der magentafarbene Anbieter dies. Ebenso wird eine Leitung von Haine über Röddenau in die Kernstadt gelegt, denn auch der Allendorfer Ortsteil gehört zum Vorwahlgebiet. Auch in einigen Frankenberger Straßen muss der Bürgersteig für die Verlegung aufgerissen werden. „Wir bitten dafür schon jetzt um Verständnis“, sagen Bürgermeister Heß und Telekom-Projektleiter Frank Zimmermann. Die EInschränkungen sollen sich aber in engen Grenzen halten, denn in der Kernstadt sollen die meisten Kabel durch bestehende Rohe gezogen oder geblasen werden.

61,4 Kilometer Kabel für

Downloads bis zu 100 Mbit

„Insgesamt verlegen wir 61,4 Kilometer Glasfaser“, sagt Zimmermann. 62 Multi-Funktionskästen müssen aufgestellt werden. „Das ändert natürlich das Stadtbild“, sagt Heß – doch für die neue Technik sei dies nötig. Vier Millionen Euro investiert die Telekom in den Vorwahl-Bereich 06451 und schließt rund 10300 Haushalte an das Netz an. Downloads mit bis zu 100 Mbits sollen durch die moderne Vectoring-Technologie möglich sei – in die entgegengesetzte Richtung geht es um Geschwindigkeiten von bis zu 40 Mbits.

Ausgeschlossen von der neuen Technologie sind aus wettbewerbsrechtlichen Gründen jene, die bislang das schnellste Netz in der Stadt haben. Nahe des Hinstürzes besteht für Telekom-Kunden bereits die Möglichkeit, mit VDSL Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit downstream zu erreichen. In den Genuss des neuen Netzes können dafür auch jene kommen, die nicht bei der Telekom sind: „Das Netz ist diskreminierungsfrei, auch unsere Wettbewerber können so ihre Produkte anbieten“, sagt David Schmidt, der für den Vertrieb verantwortlich ist.

Welche Produkte die Telekom später selbst in dem Vorwahlbereich anbietet, soll kurz vor Abschluss der Bauarbeiten im Sommer 2015 bei Bürgerveranstaltungen vorgestellt werden.

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