Klaus Bretter gewinnt Tuner-Grand Prix

Schnelles Motorrad mit "Flower Power"

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Krachend bunt und mit vielen Blumenbildern und Peace-Zeichen: Die Triumph von Klaus Bretter ist schnell und auffällig. Sie ist eins von zehn Motorrädern des Jahres in der „PS“.Foto: Patricia Kutsch

Burgwald-Bottendorf - Blumenaufdrucke und Peace-Zeichen machen ein vom Bottendorfer Tuner Klaus Bretter aufgemotztes Motorrad zu einem echten Hingucker. Die Triumph sieht aber nicht nur gut aus - sie fährt auch noch schnell.

Ein krachend buntes Motorrad hat in den vergangenen Wochen auf dem Hockenheimring und in Oschersleben für Aufsehen gesorgt: Die bunte Triumph stammt aus der Werkstatt von Klaus Bretter in Bottendorf und sticht vor allem durch leuchtende Farben, Blumennotive und Peace-Zeichen ins Auge. „Für bunte Bikes bin ich mittlerweile bekannt“, sagt der Bottendorfer. Mit diesem Motorrad hat er es daher wieder auf die Titelseite der Fachzeitschrift „PS“ geschafft. Sie wurde beim „Tuner-Grand Prix“ der Zeitung zu einem der zehn besten Motorräder Deutschlands gekürt.

Die Ideen für den Umbau kommen von Bretter, beim Design hat er seit einigen Jahren Hilfe von Sidney Hoffmann von der Sendung „PS-Profis“. Der hat laut Bretter die krachenden Farben und auffälligen Blumenprints für die Triumph Daytona 675 entworfen. „Das Motorrad kommt aus England - deswegen wollten wir ein britisches Thema für das Design“. Angelehnt habe Hoffmann das Aussehen der Daytona dann an das Design des Flugzeugs aus der englischen Komödie Austin Powers. Umgesetzt hat die Lackierung Bretter selbst - ebenso wie das Tuning der Maschine.

Das Bike hat Bretter von Triumph Deutschland leihweise zur Verfügung gestellt bekommen für sein Projekt. Der Tuner hat die Maschine leichter gemacht, die Motorleistung verbessert, ebenso wie das Fahrwerk und das Bremssystem.

Bekommen hat Bretter das Motorrad vier Wochen vor dem „Tuner Grand Prix“ in Hockenheim. Das brachte ihm Zeitprobleme: „Ich hatte keine Zeit mehr, vorher selbst Testfahrten zu machen.“ Die Einstellfahrten für das Fahrwerk hat er daher mit den Fahrern auf dem Hockenheimring vorgenommen.

Nur einen Monat später hat sein Fahrer Dirk Schnieders mit der Maschine bei der Triumph-Challenge in Oschersleben zwei Preise abgeräumt: Bei beiden Rennen der Gaststarter hat er den Pokal geholt.

Die Resonanz von den Fahrern auf die Maschine sei gemischt gewesen: Das auffällige Design sei mal etwas anderes - „viele würden die Triumph so aber nicht auf der Straße fahren wollen“. Vom Marketing her sei das für den Bottendorfer aber „genial“. Ein Blickfang soll die Triumph auf der Motorradmesse „Intermot“ 2014 in Köln werden und bei der Motorradmesse in Olsberg.

Verkauft ist die Maschine laut Bretter allerdings schon - an einen Mitarbeiter von Triumph Deutschland. Dieser wolle damit im nächsten Jahr bei der Triumph-Challenge in Oschersleben an den Start gehen.

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