NABU pflegt Streuobstbestände

Ein Schnitt für besseres Obst

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Walter Jacobi von der Battenberger Ortsgruppe des Naturschutzbunds referierte in Haubern zu Theorie und Praxis beim Obstbaumschnitt – und führte den Teilnehmern des Kurses das vermittelte Wissen praxisnah vor.Foto: Frank Seumer

Frankenberg-Haubern - Heimische Obstbäume tragen gesunde Früchte und brauchen Pflege. In vielen Gärten wird jetzt die Schere angesetzt. Walter Jacobi vom Battenberger Naturschutzbund zeigte in Haubern den richtigen Obstbaumschnitt.

Alte Streuobstbestände zu erhalten, ist nicht nur das Ziel vieler NABU-Gruppen, sondern auch des Hauberner Verkehrs- und Verschönerungsvereins. Die Wiesen stellen einen wichtigen Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen dar und liefern besonders schmackhaftes Obst.

Obstbäume müssen jedoch regelmäßig geschnitten werden, damit sie ein hohes Alter erreichen und dabei Früchte tragen. 30 Männer und Frauen nahmen am Samstag am Obstbaumschnittkurs des Verkehrs- und Verschönerungsvereins und des Frankenberger Naturschutzbundes und der Naturschutzjugend teil. Fachreferent Walter Jacobi erklärte nach einem Rückblick in die Geschichte des Streuobstbaus die einzelnen Schnitte.

Den Pflanzschnitt erhalten die Bäume direkt nach dem Pflanzen. Es folgt in den nächsten Jahren der Erziehungsschnitt, um eine stabile Krone aufzubauen. Jacobi wies auf die „Saftwaage“ und die Schnitttechnik über den „Augen“ hin. Wichtig sei die Entfernung von Steiltrieben, die auch ausgerissen werden können. „Die Sonne muss bis in den Baum scheinen“, hob Jacobi mehrmals hervor. Daher werden beim späteren Verjüngungsschnitt auch alle Äste, die nach innen wachsen oder sich reiben, entfernt. Jacobi gab Tipps zur Wundbehandlung, für das richtige Werkzeug oder zum Veredeln von Obstbäumen. Er erklärte auch den richtigen Schnitt von Beerensträuchern.

Im Hauberner Kräutergarten, der vom Verkehrs- und Verschönerungsverein betreut wird, ging es anschließend an die Praxis. An einem Apfel-, einem Birn- und einem Kirschbaum setzten die Teilnehmer selbst Säge und Schere an und wandten ihr neues Wissen an.

Von Frank Seumer

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