Kaminbrand in Wiesenfeld konnte ohne größere Schäden eingedämmt werden

Schornstein drohte zu brechen

Gemeinsam im Einsatz: Schornsteinfeger und Feuerwehrleute bekämpften in Wiesenfeld einen Kaminbrand. Foto: Völker

Wiesenfeld. Glimpflich ausgegangen ist am Freitag ein Kaminbrand, zu dem drei Feuerwehren nach Wiesenfeld ausrücken mussten. Der Schornstein drohte unter hohen Temperaturen auseinander zu brechen.

In der Hugenottenstraße hatte sich Glanzruß selbst entzündet, und der sofort hinzu gerufene Bezirksschornsteinfegermeister Hubert Meier (Frankenberg) alarmierte die Brandschützer.

Putz begann zu reißen

„Der Putz im Inneren begann bereits zu reißen, und es entstand die Gefahr, dass die Hitze nach innen ins Wohngebäude durchschlagen könnte“, erklärte Meier. „Im oberen Teil war der Schornstein schon zugelaufen.“ Das heißt: Durch die hohen Temperaturen schmolz der Glanzruß im oberen Teil und quoll immer mehr auf, sodass die Rauchgase im Schornstein nicht mehr abziehen konnten.

Da aber der Zugang über das vereiste Dach zum Schornsteinkopf für die Schornsteinfeger nicht möglich war, musste aus Frankenberg das Drehleiterfahrzeug angefordert werden.

Unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Karl-Heinz Bornscheuer waren Wehrleute aus Wiesenfeld, Burgwald und Frankenberg im Einsatz. Vom Drehleiterkorb der Frankenberger Feuerwehr aus gelang es dem Schornsteinfegergesellen Frederik Stemmler, mit Kette und Kugel den oberen Teil des Kamins freizuschlagen, sodass der Rauch abziehen und sich die Flammen nun kontrolliert durch den Glanzruß im verstopften Schornsteinkopf fressen konnten.

Im Dachstuhl des Wohnhauses hatte Schornsteinfegermeister Hubert Meier bereits mit Helfern eine Isolierverschalung des Kamins entfernt, um ihn besser kontrollieren zu können. Nach gut einer Stunde konnten die Feuerwehren und der Schornsteinfeger den Einsatzort wieder verlassen. (zve)

Quelle: HNA

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