"Muss nicht unbedingt in eine Werkstatt"

Interview: Schrauber bringen alte Schlepper wieder in Schuss

Die Vorsitzenden der Hatzfelder Oldtimer-Freunde „Die Schrauber“, Klaus Wenzel (rechts) und Jens Arzt, freuen sich auf zwei ereignisreiche Tage beim Oldtimer-Treffen in der Oberau. Foto: Fischer

Hatzfeld. Alte Traktoren, Autos und Zweiräder wird es dieses Wochenende beim Oldtimer-Treffen in der Oberau in Hatzfeld zu bestaunen geben. Von ihrer Leidenschaft für alte Traktoren erzählen die Vorsitzenden des Hatzfelder Vereins "Die Schrauber", Klaus Wenzel und Jens Arzt, im HNA-Interview.

Die Oldtimer-Freunde „Die Schrauber“ aus Hatzfeld, deren Vorsitzende Klaus Wenzel und Jens Arzt sind, haben das Treffen vor vielen Jahren auf die Beine gestellt.

Was fasziniert Sie so an alten Traktoren? 

Wenzel: Die alte Technik, die man noch selbst reparieren kann. Man muss damit nicht unbedingt in eine Werkstatt gehen. Außerdem ist es einfach schön, mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen. Man ist von Anfang an dabei, wenn so ein altes Schätzchen wieder in seiner vollen Pracht erstrahlt.

Arzt: Wenn man einen Haufen Schrott sieht und hinterher ein Ergebnis hat, das sich sehen lassen kann, ist es schon eine Art Genugtuung. Uns ist es jedoch wichtig, dass das Schrauben am Schlepper ein Hobby bleibt. Wir dokumentieren nicht alles und schreiben uns auch nicht die Arbeitszeiten auf. Für uns ist definitiv der Weg das Ziel.

Wie kamen Sie auf die Idee ein Oldtimer-Treffen zu organisieren? 

Wenzel: Irgendwann haben wir uns gedacht, wenn wir schon bis in den Westerwald, bis nach Siegen und noch weiter zu Oldtimer-Treffen fahren, warum machen wir nicht auch eins hier. Dafür haben wir das dritte Wochenende im September gewählt, weil es danach keine Treffen dieser Art mehr gibt. Das ist dann sozusagen der Ausklang des Jahres, da trifft man sich nochmal. Zum Abschied sagen wir deshalb immer „Kommt gut durch den Winter“.

Wie wird das Treffen finanziert? 

Wenzel: Wir nehmen obligatorisch zwei Euro von jedem Besucher. Alle weiteren Kosten, die mit den Eintrittsgeldern nicht gedeckt werden können, werden aus der Vereinskasse gezahlt. Tatkräftige Unterstützung gibt es dabei von Vereinen aus dem Ort. Der Sport- sowie Kinderfreundeverein, die Reservisten und auch die Feuerwehr kommen zum Helfen. (fis)

Wie alt die in Hatzfeld gezeigten Schlepper sind, wie teuer so eine Reparatur kommt und wieviele Trecker die beiden selbst haben, das lesen Sie in der gedruckten Samstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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