Schreufa

Schreufaer Ortsdurchfahrt wird erneuert: Bauarbeiten beginnen Mitte September

- Schreufa (jos). Wer häufig durch Schreufa fährt, hat sich mit der Zeit einen Slalom antrainiert – um die schlimmsten Schwellen in der Straße wirkugsvoll zu umfahren. Damit soll bald Schluss sein: Die Ortsdurchfahrt wird komplett erneuert.

Nicht erst seit kurzem ist die Ortsdurchfahrt von Schreufa das, was landläufig als „Buckelpiste“ bezeichnet wird. Die vielen Schlaglöcher und Schwellen in der Landesstraße 3076 gehen nicht nur den Autofahrern auf die Nerven – sie sind auch den Anliegern ein Dorn im Auge. Ortsvorsteher Fritz Dehnhardt wohnt selber an der Hauptstraße, er kennt den Lärm durch den schlechten Zustand der Fahrbahn nur zu gut. „Die Erneuerung stand schon lange auf der Wunschliste der Schreufaer“, betonte er.

Weil die Bundesregierung als Reaktion auf die lahmende Konjunktur in der Wirtschaftskrise Investitionspakete verabschiedet hat, geht der Wunsch des Ortsbeirats jetzt schneller in Erfüllung, als gedacht. Schon Mitte September sollen die Bagger anrollen, erklärte Rolf-Reiner Lescher, stellvertretender Chef des Bad Arolser Amtes für Straßen- und Verkehrswesen.

Verkehr wird umgeleitet

Während der Bauarbeiten müssen sowohl Anlieger als auch Pendler mit Beeinträchtigungen rechnen. Wer aus Frankenberg in Richtung Lichtenfels will, muss ab Mitte September über die Bundesstraße 252 zunächst bis nach Ederbringhausen fahren, um von dort dann über Niederorke nach Sachsenberg zu gelangen. Aus der entgegengesetzten Richtung verläuft die Umleitung über die gleiche Strecke, die Landesstraße wird ab Sachsenberg gesperrt. Der Anliegerverkehr in Schreufa soll während der Bauarbeiten ermöglicht werden, erklärte Lescher.

Seine Behörde geht davon aus, dass die Arbeiten auf der insgesamt fast 1,5 Kilometer langen Strecke innerhalb von acht Wochen abgeschlossen sind. Das klinge zwar nach einem vergleichsweise kurzem Zeitraum. „Aber wir wissen, dass acht Wochen für die betroffenen Anlieger sehr lange sein können“, drückte Lescher sein Verständnis aus. Die ausführenden Baufirmen würden allerdings auf die Belange der Schreufaer Rücksicht nehmen und darauf achten, dass die Anlieger auch während der Bauarbeiten ihre Grundstücke mit dem Auto erreichen.

Zustand unterschiedlich

Auf dem Streckenabschnitt vom Ortseingang aus Richtung Frankenberg bis zum Abzweig nach Viermünden wird lediglich die elf Zentimeter dicke Fahrbahndecke erneuert. Der Unterbau der Straße sei aufdieser 1100 Meter langen Strecke noch in Ordnung, erklärte Lescher. Auf dem rund 350 Meter langen Abschnitt der Ortsdurchfahrt vom Abzweig nach Viermünden bis zum Ortsausgang Richtung Sachsenberg ist ein Vollausbau nötig. Das bedeutet, dass eine insgesamt 60 Zentimeter dicke Fahrbahn neu angelegt wird. Sie besteht aus drei Schichten: 42 Zentimeter Frostschutzmaterial, 14 Zentimeter Asphalttragschicht und vier Zentimeter Asphaltdeckschicht.

Die Gesamtkosten für den Ausbau der Ortsdurchfahrt werden mit zirka 633 000 Euro beziffert. Den größten Batzen davon übernimmt das Land Hessen mit rund 541 000 Euro. Die Stadt Frankenberg steuert rund 92 000 Euro bei. „Das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung“, erklärte Bürgermeister Christian Engelhardt.

Die Fahrbahn bleibt nach dem Ausbau 7,5 Meter breit. „Würden wir die Straße schmaler machen, müssten die Anlieger bezahlen“, schilderte der Rathauschef. Denn dann hätte das Land Hessen die Kosten nicht übernommen. Um die Anlieger nicht zu belasten, sind auch die Gehwege von der Erneuerung ausgenommen. Für einen neuen Bürgersteig müssten die Anlieger laut Satzung der Stadt 75 Prozent der Kosten übernehmen. Der Zustand der Gehwege sei zwar nicht optimal, aber ausreichend, sagte Engelhardt.

Um den Verkehr zu beruhigen, sollen allerdings Parkbuchten auf der Fahrbahn eingezeichnet werden, außerdem sind Radarkontrollen geplant. „Denn breite Straßen verleiten zum schnellen Fahren“, so Engelhardt. Zumal die Ortsdurchfahrt von Schreufa künftig ja keine Buckelpiste mehr sein soll.

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