HVS verabschiedet Absolventen

Schritt auf der Karriereleiter

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Frankenberg - Im Rahmen einer würdigen Veranstaltung in der Ederberglandhalle sind die Fachoberschüler und die Schüler der höheren Berufsfachschule Bürowirtschaft an der Hans-Viessmann-Schule verabschiedet worden.

Hinaus in die Welt gehen, seinen eigenen Weg finden, einen Platz in der Gesellschaft - dazu ermutigte Carsten Placht, Schulleiter der Hans-Viessmann-Schule, am Dienstagabend die Absolventen der Fachoberschule sowie der höheren Berufsfachschule Bürowirtschaft. Nicht als langweiliger, stromlinienförmiger Wasserträger, bieder und angepasst, sollten sie durch ihr Leben gehen, doch auch nicht immer gegen den Strom schwimmen. Er zitierte den altchinesischen Philosophen Laotse: „Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“

Um den ersten Schritt auf diesem Weg zu gehen, hatten die meisten Schüler zwei Jahre auf ihren Abschluss hingearbeitet. Dieser qualifiziert sie unter anderem für ein Studium. So war als Gastredner des Abends Prof. Dr. Gerd Manthei geladen, der bei Studium Plus, dem dualen Studienangebot der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Frankenberg und Bad Wildungen, lehrt. Dessen Glückwünsche galten den Absolventen. Manthei lobte den hohen Grad an Wissen, das die Berufsschule vermittle: Er verwies auf das gemeinsame Programm „Studieren Probieren“, an dem etwa 20 Schüler der beiden Standorte der Hans-Viessmann-Schule teilnahmen. „Sie alle haben bestanden und erhalten ihre Scheine“, sagte er. Die können sich die Schüler bei einem möglichen Studium bei Studium Plus anrechnen lassen. Selbstverständlich, dass Man-thei den Wunsch aussprach, möglichst viele Absolventen künftig in dem Studienangebot der THM zu begrüßen. Wie schon Carsten Placht betonte er, dass es gelte, die klugen Köpfe für die Region zu erhalten.

Für die Klassenlehrer nahm Michael Lotz Abschied von den Schützlingen. „Ein Schüler hat mir in einer der letzten Stunde gesagt, dass ich ja nur einmal in zwei Jahren laut geworden sei“, erinnerte er sich. „Ich gebe das als Kompliment an die Schüler zurück“. Die Klassen seien umgänglich gewesen und doch selbstbewusst und zielorientiert - erwachsen eben. Dass auch die Lehrer ihr Bestes gegeben hätten, machte Lotz daran fest, dass zwei Schüler des Jahrgangs vorhätten, selbst Berufsschullehrer zu werden. Er hob hervor, dass 95 Prozent aller Schüler den Abschluss geschafft hätten - das sei eine außergewöhnliche Quote. „Das ist eine Win-Win-Situation, denn auch die Schule profitiert von der zunehmenden Leistungsbereitschaft unserer Schüler“, sagte Michael Lotz. Er sei sicher, dass die Schüler rasch die nächste Stufe der Karriereleiter erklimmen würden.

Für die Schüler sprach Michael Wolff ein paar Worte. Der Erste Stadtrat Willi Naumann betonte die immer kürzere Halbwertszeit von Wissen - und verwies darauf, dass Lernen ein lebenslanger Prozess sei. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Streicherquartett der Edertalschule, die Moderation lag in den Händen von Beate Clement-Kluetsch.

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