Abschlussklassen der Cornelia-Funke-Schule packen im Seniorenzentrum mit an

Schüler helfen im Alltag

Gemeinsames Basteln: Stefanie Ijsbeerg (links) und Erika Scholz schneiden bunte Blumen aus, die als Fensterdeko das Seniorenheim in Gemünden schmücken sollen. Foto: Schäfer

Gemünden. „Es ist schön, mit den jungen Leuten“, sagt Erika Scholz und lächelt. Sie ist Bewohnerin des Seniorenzentrums in Gemünden. Zwei Tage lang haben Schüler aus den Abschlussklassen der Cornelia-Funke-Schule hier kräftig mitgearbeitet. In den Bereichen Garten, Hauswirtschaft und Sozialbetreuung unterstützten sie das Team im Haus.

„Wir machen das jedes Jahr“, erklärt Anja Flügel vom Seniorenzentrum. „Die Projekttage bilden einen guten Abschluss für die Schulabgänger und sind für die Senioren ein besonderes Ereignis.“

Auf Tuchfühlung gingen die Schüler, die in der Sozialbetreuung eingesetzt wurden. „Am ersten Tag haben wir eine Vorstellungsrunde gemacht“, erklärt Stefanie Ijsbeerg. „Wir haben uns in einen Stuhlkreis gesetzt und gegenseitig einen Ball zugerollt. Derjenige, bei dem der Ball liegen blieb, konnte dann etwas über sich erzählen. Wo er herkommt, zum Beispiel.“

Anschließend wurde gemeinsam für die Verschönerung des Seniorenzentrums gebastelt. Aus Pappe wurden Einzelteile für bunte Blumen und Schmetterlinge geschnitten und zusammengeklebt. „Die kommen als Deko in die Fenster“, erklärt Anja Flügel. „Dann können sich die Senioren noch den ganzen Sommer über an den Besuch erinnern.“

In der Küche halfen acht Schüler. Sie wuschen und schnitten Paprika, backten Muffins und Pizzabrötchen und bereiteten Obstsalat zu.

„Es war wirklich spannend. Ich wusste gar nicht, wie das aussieht in einer so großen Küche“, sagt die 16-jährige Vivian Achilles. „Jetzt weiß man auch mal, wo unser Essen herkommt“, ergänzt Mitschüler Marcel Sprenger. In der Küche des Seniorenheims wird auch das Essen für die Cornelia Funke Schule zubereitet.

Die Gartengruppe sorgte für eine Verschönerung des Außengeländes. Gemeinsam mit Hausmeister Erhard Schmittmann wurden Blumenkübel neu bepflanzt und die Wege vom Unkraut befreit. „Damit die Senioren etwas Schönes sehen, wenn sie aus dem Fenster schauen“, sagt der 16-jährige Manuel Seibel.

Von Moritz Schäfer

Quelle: HNA

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