Inklusiver Faschingsumzug mit rund 600 Kindern am Rosenmontag

Schüler machen Frankenberg bunt

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Sie wirken beim ersten inklusiven Faschingsumzug in Frankenberg mit (v. l): Diplom-Heilpädagogin Petra-Maria Knell, Lehrerin Kathrin Schäfer, die Schüler Marcello, Anton und Maximilian, Evelin Jacobs, Leiterin Familienstadt, und Bürgermeister Rüdiger Heß.Foto: Treude

Frankenberg - Das hat es in Frankenberg noch nicht gegeben: Am Montag findet der erste inklusive Faschingsumzug statt. 600 Schüler werden erwartet, Senioren geben musikalische Unterstützung. Es waren Schüler der Friedrich-Trost-Schule, die die Aktion vorbereitet haben.

Im vergangenen Jahr hat Petra-Maria Knell die Idee, einen Faschingsumzug für Schüler zu veranstalten. Die Diplom-Heilpädagogin arbeitet unter anderem an der Friedrich-Trost-Schule. Der Plan wird in die Tat umgesetzt. Rund 40 bis 50 Kinder nehmen am Umzug teil, der unter anderem auch durch den Kindergarten „Kegelbergzwerge“ führt. Das Ganze kommt gut an, schnell ist den Verantwortlichen klar, dass es auch eine Nummer größer geht.

Was das bedeutet, davon können sich am Montag Zuschauer selbst überzeugen. Gegen 10 Uhr kommen am Untermarkt 600 Schüler aus den Klassen eins bis sechs zusammen. Bürgermeister Rüdiger Heß fungiert als Schirmherr und wird die jungen Narren vom Fenster des Standesamtes aus begrüßen. Auch führt er später den Zug an. Mit dabei sind die Friedrich-Trost-Schule, die Ortenbergschule, die Kegelbergschule und die Burgwaldschule. Die Aktion sprach sich bis nach Treysa herum. Und so nimmt auch die dortige Hermann-Schuchard-Schule mit etwa 100 Schülern teil.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Schüler“, sagt Petra-Maria Knell. Sie lobt wie Klassenleiterin Kathrin Schäfer die Selbstständigkeit der Mädchen und Jungen. Denn der Faschingsumzug ist Teil des projektbezogenen Unterrichts. Die Schüler der Klasse sechs haben die Veranstaltung gemeinsam mit ihren Lehrerinnen vorbereitet. Sie haben Behördengänge erledigt, Plakate angefertigt, Briefe an mögliche Sponsoren geschrieben, alles durchgeplant - und ganz praktisch etwa ihre Deutsch- und Mathefertigkeiten verbessert. Die Friedrich-Trost-Schule ist eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernhilfe.

Gegen 10 Uhr erfolgt die Begrüßung durch Bürgermeister Rüdiger Heß am Untermarkt, Von dort geht es über die Schmiedegasse, Rittergasse und Neustädter Straße durch die Bahnhofstraße. Ziel ist um 11 Uhr das Landratsamt. Dort findet bis 12 Uhr eine Faschingsparty mit Musik sowie Getränke- und Gebäckverkauf statt.

Von Tobias Treude

Mehr lesen Sie am Freitag, 13. Februar, in der Frankenberger Zeitung.

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